Dschungelbuch die Zweite:-))
Nachdem wir uns von den schoenen Perhentian Islands verabschiedet hatten
, fuehrte uns unser naechster Weg in den aeltesten und groessten Nationalpark in Malaysia.
Mit 4343 Quadratkilometern ist der Taman Negara in der Mitte der Halbinsel, auf dem Gebiet der drei Bundesländer Pahang,
Terengganu und Kelantan verteilt. Taman Negara heisst einfach Nationalpark, er hat also keinen eigentlichen Namen. Er gehört zu den ältesten Dschungeln der Erde und seine vielfältige Flora und Fauna sind das Resultat einer ungestörten Entwicklung, die fast 130
Millionen Jahre dauerte.
Bekannt und beliebt ist der Park fuer jegliche Art von Trekking, Bootsfahrten, Natur- und Tierbeobachtungen und vielem mehr...
Drei Stunden dauerte die Bootsfahrt flussaufwaerts bevor wir im Herzen
des Dschungels angelangten.
Erschoepft von der Anreise und den vielen Stufen bis zu unserer Unterkunft, bepackt mit unseren schweren Rucksaechen liessen wir uns erstmal in die Kissen fallen, bevor wir uns zu unserer ersten kleinen Wanderung, einer Badestelle, aufmachten.
Hier lernten wir kurz darauf eine Gruppe Maedels aus
Norddeutschland kennen, mit denen wir uns fuer den naechsten Tag zu einer Bootsfahrt verabredeten.
In kleinen vierer Kajaks sollte es nach einer kurzen Wanderung zu einem Wasserfall gehen, wie wir allerdings feststellen mussten, verstehen die Malaien anscheinend etwas anderes unter einem Wasserfall als wir und so mussten wir uns mit ein paar Stromschnellen und einigen Felsen als Wasserfall zufrieden geben:-)))
Bereits im Vorhinein planten wir Rune und Martin, mit denen wir ber
eits in Laos fuer ein paar Tage gereist sind, hier im Nationalpark wieder zutreffen, um zusammen die eine oder andere Trekkingtour zu machen... gesagt getan, nur leider sah die Realitaet etwas anderst aus...
Eigentlich war ich nur noch auf eine ca. 2 stuendige Nachtwanderung und einem Trekking zum Canopy Walk
(hier befindet man sich auf schmalen Haengebruecken, ca. 45 m ueber dem Boden inmitte der Baumkronen) eingestellt, ich liess mich allerdings nach stunden langen Ueberredungen von Irmela und den Jungs zu einer etwas anderen Art von Trekking ein.....
Von Adam wusste ich bereits, dass es moeglich ist Wanderungen zu Huetten im Dschungel zu unternehmen und dort fuer eine oder mehrere
Naechte zu bleiben, hoerte aber auch dass es dort die meiste Zeit von Ratten nur so wimmelt und das auch die einzigen Tiere sind, die man naeher zu Gesicht bekommt... aber wie immer wollte ich mich natuerlich nicht als Spielverderber und Langweiler abstempeln lassen und ich liess mich auf das Abenteuer und dem fuenf Stunden Trekk ein....
Am naechsten Morgen sollte es los gehen. bepackt mit unserem kleinem Rucksack, vollgestopft mit Wasserflaschen, Snacks,
Schlafzeug und Moskitospray machten wir uns gegen halb zehn auf den Weg. Unser erstes Ziel sollte der 45 min entfernte Canopy Walkway sein, wo wir auch gleich mal ( zu Irmelas und meinem Erfreuen) ca. 50 min. darauf warten mussten, bis wir in die Hoehe durften... von einer wackeligen Haengebruecke auf die Naechste fuehrte unser Weg ca. eine halbe Stunde durch die Baumkronen.
Zurueck am Boden, sollte dann jedoch das wahre Trekking
beginnen.
Fuenf Stunden ueber Wurzeln, Wassergraeben, Holzstaemme, abgekommen vom Weg durch das Dickicht, an Seilen haengend steile Berge hinauf und wieder hinunter, von Blutegeln befallen, komplett durchgeschwitzt immer weiter, immer weiter....
mit jedem Schritt verfluchte ich mich mehr, mich auf dieses Abendteuer eingelassen zu haben und auch Irmela, die mich ja dazu ueberredet hatte, stimmte nach der Haelfte des Weges zu am naechsten Tag ein Boot zurueck zu nehmen...:-))))
Teilweise waren die Wege mit umgekippten Baeumen blockiert, so dass ich mich einmal sogar auf einem Baum herunterrutschen lassen musste, da es zu steil war um den Weg zu nehmen..
Und dann, endlich kammen wir an eine Wegschneisse mit der freudigsten Nachricht des ganzen Tages... 45 min bis zur Huette:-))
Die letzten Kraefte zusammen gerafft, hingen Irmela und Ich die Jungs nochmal ab, (die letztenendes auch zugeben mussten, ziemlich am Ende zu sein) und machten uns im Eilschritt auf den Weg zur Huette, in der Hoffnung dort einfach nur noch zu sitzen und sich nicht mehr bewegen zu
muessen.
In der Huette angekommen traffen wir auf fuenf weitere Touristen, wobei nur Einer ebenfalls so verrueckt war wie wir.
Die Anderen liessen sich faulerweisse mit dem Boot bis in die Naehe der Huette fahren. Erschoepft liessen wir uns auf die Holzbaenke und Holzbetten fallen und genossen die letzten Reste unseres Proviants...
Nachdem wir uns noch ein bisschen der nicht vorhandenen Tiere widmeten beschlossen auch wir uns auf die gemuetlichen Holzpritschen ;-) zu legen und hoffentlich bis zum naechsten Morgen zu schlafen....
Doch zu meinem Pech war dem nicht so...
Gegen 1 Uhr Nachts wurde ich das erste mal vom Gekicher der Anderen geweckt, die belustigt dem Treiben der Ratten, die sich inzwischen in unserer Huette eingefunden haben, zu folgen..
Wie Irmela und Ich jedoch feststellen mussten, war es fuer uns alles andere als belustigend.
Zwei dieser Monster hatten ihren Spass daran gefunden sich durch Irmelas Rucksack zu fressen, um dort nicht wie ihr denkt all unser Essen vorzufinden, Nein.. unsere Essensvorraete hatten wir schoen vorschriftsmaessig an einem Seil an der Decke aufgehaengt.. das Einzige was die Ratten in Irmelas Rucksack vorfanden war zu erst natuerlich ihr Reisverschluss, den sie im grossen und ganzen durchfressen haben, weiter ging es zu ca. 5 Nuessen, die wahrscheinlich aus der Packung gefallen sind, die zweite Hauptspeise war die Verpackung des NoBite Insektengels und zu guter Letzt als Dessert gab es noch ein paar Antibabypillen...
Also im grossen und ganzen alles was ein Rattenherz begehrt:-)
Nachdem Irmela mutig die Raten in die Flucht geschlagen hat und versuchte noch ein bisschen ihres Rucksackes zu retten, liess ich mich verkrampft von den immer wieder auftauchenden Geraeuschen in einen leichten Schlaf fallen.
Leider hielt auch dieser nicht lange an:-(
Diesesmal hatte sich eine Ratte am Seil hinunter zu unserern Essenstuetten gehangelt und befand sich jetzt, wie im Schlaraffenland, inmitten von Reis, Kraeckern, Nuessen und Chicken ca. 1.5 m ueber dem Boden baumelnd..alles was ich dabei sehen konnte war eine rosa Tuette aus der ein langer Rattenschwanz heraus hing... mehr brauchte ich auch nicht um zu wissen, dass dies mein letztes Dschungelabenteuer sein wuerde.
Am naechsten Morgen packten wir in Windeseile unser Hab und Gut zusammen und machten uns im Eilschritt auf den Weg zur Bootsanlegestelle von wo aus uns ein Boot zurueck in die Zivilisation brachte. Hier verabschiedeten wir uns in Minuten von den Jungs, packten unsere Rucksaecke zusammen und nahmen den naechsten Bus der uns aus dem Dschungel brachte...
Voller Dreck, durchgeschwitzt und einfach nur fertig mussten wir dann auch noch 2 mal umsteigen bevor wir am fruehen Abend in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ankammen.
BACK IN CIVILISATION:-)))))))))))))))))))))))))))))))))))
, fuehrte uns unser naechster Weg in den aeltesten und groessten Nationalpark in Malaysia.Mit 4343 Quadratkilometern ist der Taman Negara in der Mitte der Halbinsel, auf dem Gebiet der drei Bundesländer Pahang,
Terengganu und Kelantan verteilt. Taman Negara heisst einfach Nationalpark, er hat also keinen eigentlichen Namen. Er gehört zu den ältesten Dschungeln der Erde und seine vielfältige Flora und Fauna sind das Resultat einer ungestörten Entwicklung, die fast 130
Millionen Jahre dauerte.Bekannt und beliebt ist der Park fuer jegliche Art von Trekking, Bootsfahrten, Natur- und Tierbeobachtungen und vielem mehr...
Drei Stunden dauerte die Bootsfahrt flussaufwaerts bevor wir im Herzen
des Dschungels angelangten.Erschoepft von der Anreise und den vielen Stufen bis zu unserer Unterkunft, bepackt mit unseren schweren Rucksaechen liessen wir uns erstmal in die Kissen fallen, bevor wir uns zu unserer ersten kleinen Wanderung, einer Badestelle, aufmachten.
Hier lernten wir kurz darauf eine Gruppe Maedels aus
Norddeutschland kennen, mit denen wir uns fuer den naechsten Tag zu einer Bootsfahrt verabredeten.In kleinen vierer Kajaks sollte es nach einer kurzen Wanderung zu einem Wasserfall gehen, wie wir allerdings feststellen mussten, verstehen die Malaien anscheinend etwas anderes unter einem Wasserfall als wir und so mussten wir uns mit ein paar Stromschnellen und einigen Felsen als Wasserfall zufrieden geben:-)))
Bereits im Vorhinein planten wir Rune und Martin, mit denen wir ber
eits in Laos fuer ein paar Tage gereist sind, hier im Nationalpark wieder zutreffen, um zusammen die eine oder andere Trekkingtour zu machen... gesagt getan, nur leider sah die Realitaet etwas anderst aus...Eigentlich war ich nur noch auf eine ca. 2 stuendige Nachtwanderung und einem Trekking zum Canopy Walk
(hier befindet man sich auf schmalen Haengebruecken, ca. 45 m ueber dem Boden inmitte der Baumkronen) eingestellt, ich liess mich allerdings nach stunden langen Ueberredungen von Irmela und den Jungs zu einer etwas anderen Art von Trekking ein.....Von Adam wusste ich bereits, dass es moeglich ist Wanderungen zu Huetten im Dschungel zu unternehmen und dort fuer eine oder mehrere
Naechte zu bleiben, hoerte aber auch dass es dort die meiste Zeit von Ratten nur so wimmelt und das auch die einzigen Tiere sind, die man naeher zu Gesicht bekommt... aber wie immer wollte ich mich natuerlich nicht als Spielverderber und Langweiler abstempeln lassen und ich liess mich auf das Abenteuer und dem fuenf Stunden Trekk ein.... Am naechsten Morgen sollte es los gehen. bepackt mit unserem kleinem Rucksack, vollgestopft mit Wasserflaschen, Snacks,
Schlafzeug und Moskitospray machten wir uns gegen halb zehn auf den Weg. Unser erstes Ziel sollte der 45 min entfernte Canopy Walkway sein, wo wir auch gleich mal ( zu Irmelas und meinem Erfreuen) ca. 50 min. darauf warten mussten, bis wir in die Hoehe durften... von einer wackeligen Haengebruecke auf die Naechste fuehrte unser Weg ca. eine halbe Stunde durch die Baumkronen.Zurueck am Boden, sollte dann jedoch das wahre Trekking
beginnen.Fuenf Stunden ueber Wurzeln, Wassergraeben, Holzstaemme, abgekommen vom Weg durch das Dickicht, an Seilen haengend steile Berge hinauf und wieder hinunter, von Blutegeln befallen, komplett durchgeschwitzt immer weiter, immer weiter....
mit jedem Schritt verfluchte ich mich mehr, mich auf dieses Abendteuer eingelassen zu haben und auch Irmela, die mich ja dazu ueberredet hatte, stimmte nach der Haelfte des Weges zu am naechsten Tag ein Boot zurueck zu nehmen...:-))))

Teilweise waren die Wege mit umgekippten Baeumen blockiert, so dass ich mich einmal sogar auf einem Baum herunterrutschen lassen musste, da es zu steil war um den Weg zu nehmen..
Und dann, endlich kammen wir an eine Wegschneisse mit der freudigsten Nachricht des ganzen Tages... 45 min bis zur Huette:-))
Die letzten Kraefte zusammen gerafft, hingen Irmela und Ich die Jungs nochmal ab, (die letztenendes auch zugeben mussten, ziemlich am Ende zu sein) und machten uns im Eilschritt auf den Weg zur Huette, in der Hoffnung dort einfach nur noch zu sitzen und sich nicht mehr bewegen zu
muessen.In der Huette angekommen traffen wir auf fuenf weitere Touristen, wobei nur Einer ebenfalls so verrueckt war wie wir.
Die Anderen liessen sich faulerweisse mit dem Boot bis in die Naehe der Huette fahren. Erschoepft liessen wir uns auf die Holzbaenke und Holzbetten fallen und genossen die letzten Reste unseres Proviants...
Nachdem wir uns noch ein bisschen der nicht vorhandenen Tiere widmeten beschlossen auch wir uns auf die gemuetlichen Holzpritschen ;-) zu legen und hoffentlich bis zum naechsten Morgen zu schlafen....

Doch zu meinem Pech war dem nicht so...
Gegen 1 Uhr Nachts wurde ich das erste mal vom Gekicher der Anderen geweckt, die belustigt dem Treiben der Ratten, die sich inzwischen in unserer Huette eingefunden haben, zu folgen..
Wie Irmela und Ich jedoch feststellen mussten, war es fuer uns alles andere als belustigend.
Zwei dieser Monster hatten ihren Spass daran gefunden sich durch Irmelas Rucksack zu fressen, um dort nicht wie ihr denkt all unser Essen vorzufinden, Nein.. unsere Essensvorraete hatten wir schoen vorschriftsmaessig an einem Seil an der Decke aufgehaengt.. das Einzige was die Ratten in Irmelas Rucksack vorfanden war zu erst natuerlich ihr Reisverschluss, den sie im grossen und ganzen durchfressen haben, weiter ging es zu ca. 5 Nuessen, die wahrscheinlich aus der Packung gefallen sind, die zweite Hauptspeise war die Verpackung des NoBite Insektengels und zu guter Letzt als Dessert gab es noch ein paar Antibabypillen...
Also im grossen und ganzen alles was ein Rattenherz begehrt:-)Nachdem Irmela mutig die Raten in die Flucht geschlagen hat und versuchte noch ein bisschen ihres Rucksackes zu retten, liess ich mich verkrampft von den immer wieder auftauchenden Geraeuschen in einen leichten Schlaf fallen.
Leider hielt auch dieser nicht lange an:-(
Diesesmal hatte sich eine Ratte am Seil hinunter zu unserern Essenstuetten gehangelt und befand sich jetzt, wie im Schlaraffenland, inmitten von Reis, Kraeckern, Nuessen und Chicken ca. 1.5 m ueber dem Boden baumelnd..alles was ich dabei sehen konnte war eine rosa Tuette aus der ein langer Rattenschwanz heraus hing... mehr brauchte ich auch nicht um zu wissen, dass dies mein letztes Dschungelabenteuer sein wuerde.
Am naechsten Morgen packten wir in Windeseile unser Hab und Gut zusammen und machten uns im Eilschritt auf den Weg zur Bootsanlegestelle von wo aus uns ein Boot zurueck in die Zivilisation brachte. Hier verabschiedeten wir uns in Minuten von den Jungs, packten unsere Rucksaecke zusammen und nahmen den naechsten Bus der uns aus dem Dschungel brachte...
Voller Dreck, durchgeschwitzt und einfach nur fertig mussten wir dann auch noch 2 mal umsteigen bevor wir am fruehen Abend in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ankammen.
BACK IN CIVILISATION:-)))))))))))))))))))))))))))))))))))

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