Irmela & Ich in Asien

Monday, June 26, 2006

Siem Reap-Angkor Wat

Mit dem Bus ging es von Phnom Penh nach Siem Reap wo mich mein erstes Weltwunder, "Angkor Wat" erwarten wuerde.
Doch bevor wir uns darauf einstellen konnten mussten wir uns jedoch am Busbahnhof durch eine Horde wildgewordener Tuk-Tuk Fahrer schlagen, die alle unsere Fahrer fuer die naechsten Tage sein wollten...Ihr muesst euch ca. 20 Maenner vorstellen die mit ihren Visitenkarten vor unseren Gesichtern herumfuchtelten und waehrend dessen in einer Lautstaerke herrumschrien, das Irmela und ich uns ueber 1m Abstand nicht mehr verstaendigen konnten... Irmela entschied sich dann gluecklicherweise fuer einen Fahrer und bevor ich zustimmen konnte packte dieser bereits meinen Rucksack und war damit auf dem Weg zu seinem Tuk-tuk... In der Hauptverkerszeit suchte er sich schliesslich den Weg zum Guesthouse Ivy II auf der westlichen Seite des Flusses.
Im Guesthouse angekommen liessen wir erstmal all unser Hab und Gut zu Boden sinken und begaben uns auf die Terrasse wo wir uns von dem Weg zwischen Bushaltestelle und Hostel auf gemuetlichen Liegen erhollten....
Am naechsten Tag beschlossen wir, uns beim Sonnenuntergang auf dem Phnom Bakheng auf eines der imposantesten Tempelkomplexe der Welt - Ankor einzustimmen.
Angkor ist eine riesige, mehrere qkm umfassende Tempelanlage. Angkor Wat ist dabei nur einer der zahlreichen Tempel.
Angkor Wat ist das groesste und bedeutenste architektonische Meisterwerk Kambodschas und wahrscheinlich das groesste religioese Bauwerk der Welt.
Mit einem 3-Tages Ticket ausgestattet ging es am naechsten Morgen auf, um die Tempel Welt um Angkor Wat zu erkunden.
Gleich zu beginn unserer Tour fuhren wir zu einem meiner persoenlich auserkorenen Lieblingstempel, dem Bayon-Tempel.(Foto 2)
Das besondere an diesem Tempel ist, das ueber 216, in Stein eingemeisselte Gesichter von allen Seiten ein Auge auf dich werfen.
Ueber den ganzen Tag verteilt ging es ueber den Royal Palace, den Elefanten Terassen......
bis zu einem weiterem Highight der Tempel, dem Dschungeltempel Ta Prohm, in dem bereits Filme wie Tomb Raider gedreht wurden... besonders beeindruckend ist dieser Tempel, da er in seinem kompleten Ursprungszustand inmitten von dichtem Dschungel Gebiet steht und sich die Baeume ihren Weg durch und ueber die Tempelruinen geschlagen haben...
erledigt von unserem ersten Tempeltag fuehrte uns unser Weg noch in die Barstrasse wo sich ein Restaurant ans andere reiht und wir somit nur noch entscheiden mussten wo und bei welchem Essen wir unseren Tag ausklingen lassen sollten...
Der Zweite Tag begang bereits um kurz nach sieben, damit wir die Tempel die auf der groesseren Route liegen auch alle besichtigen konnten...der erste Tempel an diesem Tag sollte jedoch Angkor Wat selbst sein... eigentlich wollten wir uns nur ca. 1,5 h aufhalten, da wir am dritten Tag nocheinmal vorgesehen hatten zu kommen... der herliche Ausblick und die vielen wunderschoenen Fotomotive liesen uns jedoch die Zeit vergessen und somit machten wir uns nach knapp 2,5 h zurueck zum Ausgang.. hier erwartete uns allerdings unerfreulicherweise ein richtiger Platzregen und wir entschieden uns eine weitere halbe Stunde zu warten, bevor wir ueber die Bruecke richtung Tuk Tuk gingen. Da der Himmel allerdings immer noch nicht sehr erfreulich aussah machten wir uns wie ca. alle anderen Touristen in eines der Restaurants auf, wo wir mit Blick auf Angkor Wat darauf warteten unsere Tour fortfahren zu koennen.
Am dritten Tag beschlossen wir noch zwei bekannte Tempelanlagen die etwas abgelegener sind anzusehen. Etwas uebermuedet von der Fussballnacht zuvor, schliefen Irmela und ich erstmal eine Runde in unserem Tuk-Tuk bevor wir uns die Roluos Group im Sueden, den Banteay Srei im Norden und zu guter letzt nochmal Angkor Wat zum Sonnenuntergan ansahen.... hier blieben wir schliesslich noch bis uns die Waerter sozusagen rausschmissen...
Den naechsten Tag wollten wir eigentlich dazu nuetzen uns nochmal in unserem gemuetlichen Guesthouse zu erhollen, was uns eine Truppe randalierender Englaender allerdings schwer machte und somit verbrachten wir den Tag damit noch ein paar Souveniers ( abgesehen von denen, die wir den geschaeftstuechtigen Maedchen, die rund um die Tempel verkaufen bereits schon abgekauft hatten) auf dem Markt zu ergattern und unser Bootsticket fuer den naechsten Tag nach Battambang zu buchen.

Kambodscha -Hauptstadt Phnom Penh

Nachdem sich unsere Route aufgrund Irmelas kurzen Krankenaufenthaltes ja geaendert hatte ueberquerten wir zu Fuss die Grenze nach Kambodscha im Sueden bei Krong Koh Kong, wo wir gleich mal von mehreren Tuk-Tuk Fahrern umringt wurden, die uns in die Stadt bringen wollten, wo wir eine Nacht Aufenthalt einplanten, bevor es weiter nach Phnom Penh ging....
Eigentlich dachten wir zu diesem Zeitpunkt, dass es keine schlimmeren Stassen als die, die wir bereits in Laos ueberquerten zu erwarten haetten, wie wir jedoch veststellen mussten, gibt es gleichwertige, wenn nicht sogar etwas schlimmere Strassen hier in Kambodscha.
Ueber tiefe Matschfurchen, mehreren Faehr-Uebersetzungen und Auto wechsel erreichten wir jedoch am spaeten Nachmittag die Hauptstadt Phnom Penh.
Bevor wir allerdings unser Guesthouse erreichen konnten mussten wir noch mehrere ueberflutete Strassen ueberqueren, die sich wahrscheinlich aufgrund der monsunartigen Regenfaelle, die wir spaeter auch noch kennenlernten, in reinste Flusslandschaften verwandelten.
Was fuer unsereins allerdings zu einem Hochwasser Katastrophen Gebiet erklaert werden wuerde, fiel hier allerdings nicht weiter ins Gewicht.... der Verkehr bewegte sich weiterhin durch die Strasse, die Mopet Fahrer hebten ihre Fuesse etwas an und die Kinder schwammen zum Teil in den vertieften Baechen zwischen Fussweg und Strasse. ...
Gerade noch ins Guesthouse geflohen lernten wir am eigenem Leib den Grund fuer die ueberfluteten Strassen kennen... regen, regen, regen, regen.......
so verbrachten wir den Abend gemuetlich bei einem BeerLao vor dem Fernseher.
Am folgenden Tag machten wir uns Vormittag zum Royal Palace und der Silber Pagode auf.
Hinter meter hohen Mauern befindet sich ein wunderschoen angelegter Park in dem sich die Gebauede des Palace befinden.
Um auch den richtigen Ausgleich zwischen Kultur und Vergrnuegen zu bekommen liessen wir uns am Nachmittag zum bekannten Russian Market bringen... hier gab es einfach mal wieder alles und das Schoene dabei war, auch unsere Groessen denn hier in Kambodscha fertigen Firmen wie H&M, GAP, Zara und viele mehr ihre Wahren an und diese bekommt man auf diesen Maerkten zu einem Bruchteil unserer deutschen Preise...:-)))))))))))))))))))

Am naechsten Morgen ging es mit dem Tuk Tuk zu den 14km suedwestlich gelegenen Killing Fields of Choeung Ek.
Hier befinden sich inmitten von 129 Massen Graeber wovon 43 bis heute nicht geoffnet sind eine weisse Stupa die an die ca. 17000 Menschen ( Maenner, Frauen und Kinder) die alleine hier durch die Khmer Rouge zwischen 1975 und 1978 auf brutalste weisse hingerichtet und umgebracht wurden. Durch die Glasfronten der Stupa blickt man auf ueber 8000 Schaedel die hier 1980 gefunden wurden..
Um mehr ueber die gesamte Geschichte der Khmer Rouge zu erfahren fuehrte uns unser naechster Weg zum Tuol Sleng Museum oder auch S-21 genannt.
Die ehemalige Schule wurde von den Khmers in ein Gefaengnis, S21 umgewandelt und wurde schliesslich zum groessten Gefangenemzentrum im ganzen Land, hier starben zum Teil mehr als 100 Menschen pro Tag und von allen Gefangenen die je in diesem Gefaengnis waren ueberlebten letztenendes ganze 9 Haeftlinge.
Wenn man durch die Raueme der ehemaligen Schule geht, laeuft man entlang von tausenden Fotos, die die Khmer von den Haeftlingen machten bevor sie auf brutalste Weisse umgebracht wurden.
Waehrend der gesamten Zeit unter Pol Pot zwischen 75 und 78 brachte die Khmer Rouge mehr als 2 Mil. Menschen in ganz Kambodscha um. Die Opfer: Lehrer, Aerzte, Politiker, Auslaender Menschen mit jeglicher Art von Bildung.... und deren komplete Familien.

Thursday, June 15, 2006

"Koh Chang"endlich wieder Meer

Endlich war es wieder so weit, nach mehreren Naechten in Krankenhaeusern und auf ungemuetlichen Sofas neben Irmelas Krankenbett hiess es auf nach Koh Chang und einfach mal ein paar Tage relaxen und nichts tun.
Obwohl der Weg dorthin alles andere als entspannend war...
Erstmal hiess es 6h mit dem Zug von Ubon Ratchatani nach Korat, wo wir eine Nacht Aufenthalt hatten bevor wir am naechsten Tag weiter Richtung Koh Chang konnten.
Anfangs waren wir etwas veraergert darueber, dass wir hier wieder eine Nacht verlieren, unsere Meinung aenderte sich aber ziemlich schnell, nachdem wir den Nachtmarkt der Stadt entdeckten....
Hier ueberkam mich ein richtiger Einkaufsrausch und somit kam ich gegen halb eins Nachts vollbeladen mit 4 neuen Shirts, einer neuen Handtasche und ein halbes dutzend neuer Ohrringe in unserem Hotelzimmer an.... Irmela ging es nicht viel anderst.
Zum essen hatten wir natuerlich keine Zeit und somit nahmen wir uns noch schnell eine Kleinigkeit auf dem Heimweg mit, die wir noch vor dem schlafen gehen zu uns nahmen.
Am naechsten Morgen machten wir uns gleich in der Frueh zum Busbahnhof auf, von wo aus wir 4 h nach Chantanburi fuheren, wo wir unerwuenschterweisse auf ein Taxi umsteigen mussten, da wir sonst die letzte Faehre die nach Koh Chang uebersetzt verpasst haetten...
Endlich auf der Insel angekommen bot uns ein thailaendisches Paearchen an uns bis zum White Sand Beach mitzunehmen, an welchem wir uns anschliessend auch einen Plaetzchen zum schlafen suchten...
Nach all dem Aufwand hier her zu kommen und der Zeit im Krankenhaus entschieden wir uns fuer eine Bungalow Anlage direkt am Strand, wo wir unseren eigenen kleinen Bungalow ausgestattet mit Tv, Aircon und Kuehlschrank unser Heim fuer die naechsten Tage nennen konnten.
Um wenigstens ein bisschen am deutschen WM Fieber teilhaben zu koennen, machten wir uns gestern Abend auf um uns in einer der Bars gleich 3 Spiele anzusehen....( Ich kann mir das selbst nicht erklaeren, ich und Fussball)
Vielleich lag es aber auch ein wenig an der netten Atmosphaere.
Auf einer Strandliege auf Koh Chang die WM Spiele auf einer Leinwand zu verfolgen. Zwischendurch mussten wir nur immer wieder unsere Sitzplaetze wechseln, da das Wasser durch die Flut immer naeher kamm... waehrend einer der Pausen konnten wir uns auch noch ein Feuershow der Angestellten bewundern... wie ihr also sehen koennt, selbst in Thailand hat man sein ganz eigenes WM Erlebnis....

Eine Nacht mit Mr. Souky

Bereits waehrend unseres Ausfluges zu den Ruinen von Champasak fuehlte sich Irmela nicht wirklich gut, also beschlossen wir den Abend gemuetlich im Zimmer zu verbringen....
Als sie sich am naechsten Tag allerdings immer noch nicht besser fuehlte machten wir uns mit einem privaten Tuk Tuk auf den Weg zurueck nach Pakse, um uns dort ins Krankenhaus zu begeben.
Am Hintereingang abgesetzt mussten wir ersteinmal feststellen ob es sich wirklich um das besagte Champasak Hospital handelte... was allerdings nicht gerade einfach war, da hier so gut wie niemand ein Wort Englisch sprach.... letztendlich blieben wir jedoch bei diesem Krankenhaus.
Mit Haenden und Fuessen versuchten wir den Schwestern und Aerzten klar zu machen wo es Irmela fehlte und was wir tun sollten... gluecklicherweisse stiess eine Aertztin, Dr. Sosanouk zu uns, die wenigstens ein bisschen Englisch sprach und somit versuchten wir mit ihr zu kommunizieren...
Waehrend sie Irmela dann gleich mal an den Tropf hingen, lag meine Aufgabe darin von einem Schalter an den naechsten zu gehen, Zettel auszufuellen, Medizienbeutel abzuhollen und natuerlich auch zu bezahlen. Immer schoen in Begleitung unseres Pflegers Mr. Souky. Damit ihr einen kleinen Einblick bekommt: Infussion ca. 1 Euro, Ultraschall 1.80 Euro, 10 Valium Tabletten 10 Cent.....
Das witzige darin ist, dass man eine Art Liste des Artzes bekommt mit der man an den Verwaltungsschalter geht, dort bezahlt man und bekommt einen weiteren Zettel... naechster Schalter> Zettel abgeben, Nummer entgegen nehmen und ab zum dritten Schalter, hier wartet man bis seine Nummer aufgerufen wird und daraufhin bekommt man eine Tuette mit verschiedensten Medikamenten ausgehaendigt.... Im grossen und ganzen eigentlich wie in einem Mitnahmemarkt fur Moebel, nur dass es sich hier um Medikamente handelt.
Diesen Weg musste ich im uebrigen ca. 15mal erledigen. Gluecklicherweisse waren wir die einzigen Auslaender im ganzen Krankenhaus und somit erkannte mich auch gleich jeder und ich musste meisstens nicht mehr lange auf die Medikamente warten.
Da wir uns im Emergency Floor des Krankenhauses aufhielten bekammen wir ungluecklicherweisse auch allerlei Faelle mit, die gerade frisch eingeliefert wurden... waehrend Irmela immer an ihren Tropf gefesselt war, lief ich immer wieder meine Runde im Krankenhaus um die Zeit zu ueberbruecken... Gerade hier lernt man ein Land wie Deutschland wirklich zu schaetzen, waehrend bei uns die Krankenwaegen, voll ausgestattet mit Hightec-Geraeten, am Eingang vorfahren kann man hier beobachten wie die Familien ihre Kranken auf ihren Pick-up Ladeflaechen zum Eingang fahren, mitdabei die komplete Familie was hier ca. 8 - 10 weitere Angehoerige bedeutet.....
So verbrachten ich die erste Nacht meines Lebens im Krankenhaus, hier in Laos....waehrend bei uns in Deutschland das Eroeffnugnsspiel der WM lief.
Unser netter Pfleger Mr. Souky brachte uns allerdings Nachts um ca. 1 Uhr die feudige Nachricht, dass Deutschland sein erstes Spiel gewonnen hat....was vorallem Irmela als Fussballfan etwas aufmunterte....
Da sich Irmela am naechsten Morgen immer noch nicht wirklich besser fuehlte beschlossen wir uns nach ablauf der naechsten Infussion mit dem Taxi zur Grenze bringen zu lassen und die naechst groessere Stadt in Thailand aufzusuchen, um dort ins Krankenhaus zu gehen.
Um Irmela zu entlassten nahm ich ihr ihren Rucksack ab und lief sozusagen mit zwei Rucksaecken a' ca. 20 kg von Laos nach Thailand. :-))) ( Foto folgt)
In Thailand fuehrte unser erster Weg ins Krankenhaus von Ubon Ratchathani, wo uns zu unserem grossen Erfreuen gleich eine englisch sprechende Empfangsdame begruesste und alles weitere in die Wege leitete.....
Umsorgt von lauter nett gekleideten Schwestern liessen wir es uns hier in einem Einzelzimmer mit Tv die naechsten 2 Tage gut gehen....

Saturday, June 10, 2006

Champasak - im Sueden Laos

Mit dem Nachtbus ging es von Vientien nach Pakse im Sueden von Laos.
Doch dies war noch nicht unser Ziel. Mit dem Tuk Tuk sollte es eigentlich zum Busbahnhof gehen, von wo aus uns ein Bus ins ca. 1,5 h entfernte Champasak bringen sollte.
Naja, ganz so einfach war es dann leider doch nicht. Der Tuk Tuk Fahrer setzte uns ohne unser Wissen am Morning Market ab, von wo angeblich ein Bus gehen soll.... so sassen wir nun, inmitten des wusseligen Marktes und kein Mensch konnte uns weiterhelfen.
Irgendwann konnten wir schliesslich doch herausfinden, dass es tatsaechlich ein Bus um 10:30 Uhr nach Chambasak gibt (sassen inzwischen seit ca. 6:30 Uhr auf dem Markt) und so mussten wir uns die Zeit noch ein wenig vertreiben...
Irmela hat sich dann mal aufgemacht Fotos des Marktes zu machen unteranderem auch von einem kleinen Schwein, welches in einem Sack zwischen den Tuk Tuk's lag und darauf wartete wieder herausgelassen zu werden.:-(((
Haben es da letztenendes nach ueber 10 h Nachtbusfahrt, 4,5 h auf dem Markt herumsitzen und nochmal knapp 2 Stunden Busfahrt doch noch nach Champasak geschafft.....


Da wir den Tag allerdings nicht ganz verschwenden wollten rafften wir uns auf, um die Sehenswuerdigkeit, wegen der wir unteranderem die lange Reise auf uns genommen haben zu besichtigen.

Wat Phou (woertlich Bergtempel) ist neben den Plain of Jars die archaeologische Hauptattraktion von Laos. Acht Kilometer suedlich von Champasak liegt die grossflaechige Tempelanlage am Fusse des 1497 m hohen Phou Kao.
Besonders interresant ist die Tatsache, dass die aeltesten Ruinen der Tempelanlage aus dem 5./6. Jahrhundert stammen und somit ca. 200 Jahre aelter als die aeltersten Teile von Ankor Wat in Kambodscha sind.....

Monday, June 05, 2006

Vientiane - Hauptstadt Laos

Vientiane ist nicht nur die Hauptstadt, Regierungssitz und Verwaltungszentrum derLaotischen Demokratischen Volksrepublick, sondern unbestritten auch wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum des Landes.
So traffen wir zusammen mit Adam in der Landeshauptstadt ein, den wir allerdings auch bald darauf verabschieden mussten, da sein Weg zurueck nach Thailand und in ca. 2 Wochen auch wieder zurueck nach Schweden fuehrt :-(((((
Zu zweit machten wir uns am spaeten Nachmittag auf, um fuer Irmela eine neue Kamera zu finden, da sie ihre waehrend der Gibbon Experience leider geschrottet hatte..( sie war gerade mal 6 Wochen alt) was sich allerdings als ziemlich schwierige Aufgabe herausstellte, da es meisst nur veraltete Modelle gab.....
Immernoch ohne zweite Kamera machten wir an unserem zweiten Tag einen Ausflug zum Buddha Park ca. 30 km suedlich der Hauptstadt.
Ende der 1950er Jahre begann Luang Pu Boungleuang, hier aus Beton Figuren der indischen, buddhistischen und laotischen Mythologie zu errichten. Reiche Spender versuchten auf diese Weise, etwas fuer ihr Karma und damit fuer ihr kuenftiges Leben zu tun. So entstand nach und nach ein skurriler Park mit Dutzenden Figuren und Figurengruppen.....
Um die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten der Stadt zu besichtigen mieteten wir uns am naechsten Tag zwei Fahrraeder und fuhren bei wunderschoenem Sonnenschein durch die laotische Hauptstadt.
Bevor es allerdings los gehen konnte mussten wir nochmal schnell zum Markt, wo sich Irmela schliesslich doch fuer einen neuen Fotoaperat entschied....
Mit einer neuen Kamera ausgestattet fuehrte unser erster Weg ueber eine Champs-Elysees ahenliche Strasse, derAvenue Lane Xang zum Triumphbogen Vientiens, dem Patou Say.
Weiter ging es zum That Luang, dem Wahrzeichen von Laos und dies nicht nur, weil er seit 1991 das Staatswappen ziert. Die goldene Stupa ist Ausdruck bester laotischer Kunst- und Architekturtradition.
Noch schnell zum Denkmal des Unbekannten Soldaten und anschliessend ging es nach einer kleinen Staerkung ins Nationalmuseum...(endlich mal wieder ein Museum;-))))
Bevor wir zurueck zum Hotel mussten, von wo aus ein Minibus uns zur Bushaltestelle brachte, folgten wir noch einer Empfehlung und fuhren mit unseren Fahrraedern zum Fluss, wo es uns moeglich war bei einem wunderschoenen Sonnenuntergang den Kindern beim spielen im Wasser zuzusehen.... Als die Kinder merkten, dass wir ganz begeistert Fotos von ihnen machten warfen sie sich in die unterschiedlichsten Posen um sich im Anschluss auf unseren Kameras bewundern zu koennen......

Saturday, June 03, 2006

"Happy" Vang Vieng

Bereits von den meisten Travellern vorgewarnt fuehrte uns unsere naechste Fahrt nach Vang Vieng... um diesen kleinen Ort kurz zu beschreiben braucht man eigentlich nicht viel, eine matschige Hauptstrasse, Gaestehaeuser,
Bars mit Liegewiesen, mehrere Fehrnseher, die Staffel von Friends oder Simpsons und "Happy Shakes".... und jeder der schon mal da war, weiss genau welche Stadt ich damit meine, ( sofern er sich noch daran erinnern kann, dort gewesen zu sein :-))
Da wir uns natuerlich nicht diesen faulen Zeitgenossen anschliessen wollten machten wir uns gleich mal auf, um eine der Hoehlen in den Kalksteinfelsen, die rund um die Stadt liegen zu besichtigen.... wiedereinmal von einem kraeftigen Regenschauer ueberascht konnten wir uns gerade noch in ein kleines Cafe retten bevor wir uns in einer kurzen Regenpause auf den matschigen Heimweg machten....
Den Abend verbrachten wir zusammen mit Adam in einem Restaurant, wo wir einen 1,5m x 2,0m grossen Flachbildschirm und Salamisandwiches (Irmela strahlt heute noch ueber beide Ohren) ganz fuer uns alleine hatten.
Trotz der nicht allzu guten Wetterbedingungen machten wir uns nach ausgiebigen Fruehstueck bei meheren Folgen Friends zusammen mit Adam und Erjan zum Tubing auf...
Tubing heisst in einem grossen Reifen den Nam Song hinunter zu treiben. Doch der eigentliche Spass liegt nicht darin im Reifen zu sitzen, sondern viel mehr bei einen der zahlreichen Bars einen" BeerLao" Einkehrschwung zu machen und den zum Teil atem(be)raubenden Stunts der Tarzandouble zuzusehen.
Frisch geduscht trafen wir uns wieder zu einem gemeinsamen Dinner, diesmal fuehrte uns unser Weg allerdings nicht in eines der vielen Restaurants entlang der Hauptstrasse, sondern in ein local Restaurant, etwas abgelegen vom touristischen Geschehen...Erjan testete dieses Restaurant bereits am Vortag und machte Irmela und Adam ein ganz besonderes Menue schmackhaft....DOG!!!!!!!
Zu meiner Verteidigung muss ich hier gleich mal einwerfen, dass ich mich geweigert habe und ich mich nicht dazu ueberreden liess, meinen besten Freund zu essen (keine Angst Youkon:-))... dennoch musste ich mir von den Anderen anhoeren wie gut es doch sei....Nein Danke, da bleib ich doch lieber bei meinen Karotten:-)))))

Thursday, June 01, 2006

Phone Savan - Plain of Jars

Serpentine an Serpentine.....so sah die Strasse zwischen Luang Prabang und dem kleinen unscheinbaren Ort Phone Savan, naehe der Vietnamesischen Grenze aus.
Die Stadt an sich bietet ausser einer Hauptstrasse, einem sehr gutem indischen Restaurant und einem gerade entstehenden Fussweg nicht wirklich viel, dennoch ist diese Stadt Ausgangspunkt fuer eine geschichtliche Zeitreise in die Vergangenheit...
Der eigentliche Grund warum wir, als eine der wenigen Backpacker in dieses Staedtchen kamen, befindet sich ca. 12 km suedlich der Stadt. Hier befindet sich die Ebene der Tonkruege oder auch Plain of Jars.
Rund 300 Steingefaesse von knapp einem bis zu zweieinhalb Metern Hoehe befinden sich hier auf der Hochebenen und sind selbst heute noch genauso raetselhaft wie vor Zeiten. Da bis heute nicht geklaert werden konnte aus welchem Material, ueber welche Transportwege oder aus welchem Grund sich diese Kruege ueberhaupt auf den Hochebenen vor den Toren Phonesavans befinden.....
Oertlichen Sagen zufolge handelt es sich bei dem Material um ein Zement aus Bueffelhaut, Zuckerrohr, Sand und Wasser und genuetzt wurden die Kruege zur Lagerung von Reiswein....
Archaeologen dagengen vertreten die Hypothese, dass es sich hierbei um ca. 2000 Jahre alte Grabstaetten handelt und die Toepfe zur Lagerung der Verpflegung fuer die lange Reise nach dem Tod dienten... wie dem auch sei, bis heute konnte man keine dieser Hypothesen hundertprozentig nachweisen und somit liegt es bei jedem selbst, sich ueber die raetselhaften Tonkruege und ihren Sinn eine Meinung zu bilden.