Eine Nacht im Longhouse
Obwohl sehr touristisch, beschlossen wir eine Tour zu einem Iban Longhouse zu buchen und dort fuer eine Nacht zu bleiben.
Langhaeuser sind traditionelle Wohngemeinschaften, wobei bis zu 25 Familien unter einem Dach zusammen leben. Jede Familie verfuegt ueber private Raeume, das Alltagsleben und gemeinsame Abende werden jedoch zusammen vor den Wohnungen verbracht. Hier wird zusammen gefeiert, spielen die Kinder, wird diskutiert oder man haelt einfach bei Gelegenheit ein Schlaefchen.
Nach 5 h Anreise von Kuching mit Minibus und Boot erreichten wir schliesslich das von uns gewaehlte Longhouse.
Nachdem wir unsere Pferdebox aehnlichen Schlafplaetze bezogen haben ( man muss sich ein Hallen aehnliches Gebaeude vorstellen indem einfache Trennwaende den seitlichen Blickkontakt zum Nachbarbett verhindern. Nach vorne und oben ist jedoch alles offen) uns noch eine Tasse Tee zu uns genommen haben wurden wir von unserm Guide Paul in das Langhaus Leben eingefuehrt. Neben den privaten Raeumlichkeiten und dem Gemeinschaftsareal gibt es in jedem Longhouse auch einen Chief, der das sogenante Oberhaupt der Gemeinschaft repraesentiert.
Bereits durch seinen Sohn vertreten lernten wir den Chief des Longhouses kennen. Der 87-jaehrige hat bereits 3-Nachfolgergenerationen, die mit ihm zusammen im Longhouse leben.
Um auch den touristischen Teil der Tour nicht zu verpassen, nahmen wir zusammen mit ca. 20 weiteren Touristen an einer traditionellen Tanzvorfuehrung teil. ( wir weigerten uns allerdings als Einzige den Nashornvogel Tanz nachzuahmen;-))))
( es war schon genug Quall, die anderen Touristen dabei zu beobachten)
Als die meissten der anderen Touristen bereits wieder zurueck in ihre Unterkuenfte verschwanden, blieben Irmela und ich, als eine der Wenigen im Longhouse zurueck. Unser Glueck!
Vom Chief wurden wir zur 1 jaehrigen Geburtstagszeremonie seines Urenkels eingeladen. Erfreut darueber folgten wir der Einladung in die Wohnung der Familie. Hier wurde bereits zu Ehren des Geburtstagskindes ein Gottesdienst abgehalten und zu unserer Verwunderung sangen sie Lieder, die auch in unseren Gottesdiensten regelmaessig gesungen werden. Hier natuerlich in malayischer Sprache.
Nachdem der Gottesdienst beendet, die Geschenke ueberreicht und die Torte angeschnitten war, wurde die Party in den, um einiges groesseren Raum, vor der Wohnung verlegt.
Frauen und Kinder verteilten das Essen und die Maenner gingen mit Reiswein und Reisschnaps ihre Runden. Zusammen mit unserem Guide Paul und den anderen Longhouse Mitgliedern sassen wir noch ein bisschen, bevor wir todmuede in unsere Boxen fielen....
Von Huehnergegacker bereits frueh aus dem Schlaf gerissen, bekammen wir nach dem Fruehstueck eine kurze und zum Glueck auch verletzungsfreie
Darbietung des Hahnenkampfs. Die hier noch weitverbreitete und beliebte Art des Zeitvertreibs bei der 2 Haehne, mit scharfen Klingen an den Krallen befestigt aufeinander los gelassen werden, ist in vielen andern Laendern wie z.B auch Indonesien/Bali zum Glueck bereits verboten. Hier in Borneo finden die Kaempfe jedoch noch immer statt.
Vom Hahnenkampf ging es weiter zum Blowpipe schiessen, wo wir sogar nach ein paar Versuchen unsere erste Guave aus ca. 4 Meter Entfernung erlegten.
Noch eine kleine Wanderung durch den Dschungel und gelernt wie man Indianer Jons Fallen legt und schon befanden wir uns wieder auf dem Weg Richtung Kuching.
Bevor wir allerdings zurueck in die Katzenstadt fuhren machten wir noch einen Stop im Semenggoh Wildlife Center. Das Auswilderungszentrum ist Heim von ca. 22 Orang Utans und aehnlich wie im Sepilok Orang Utan Center kann man auch hier mit Glueck waehrend der Fuetterungszeiten die Waldbewohner aus der Naehe betrachten.
Als wir die Fuetterungsplattform erreichten, war neben den 100ten menschlichen Affengestalten leider nur ein Orang Utan in ca. 15 m Entfernung vor Ort. Dieser genoss jedoch die freie Auswahl an Bananen und Zuckerrohrstangen.
Von dem genuesslich essendem Orang Utan fasziniert, merkten wir gar nicht, wie die meissten der Touristen bereits wieder verschwanden. Wieder einmal ganz zu unserem Glueck. Von einem Park Angestellten bekammen wir den Hinweis, wir sollten zu einer anderen Fuetterungsstelle wechseln, da sich ein grosser O.U. und ein Muttertier mit Baby auf dem Weg dorthin befinden...
Noch wussten wir nicht wie er aussah, doch den Bauemen nach zu beurteilen, die sich wie im
Film Jurassic Park in der Szene als sich T-Rex aus dem Dschungel naehert, hin und her bewegten, musste sich um etwas grosses handeln. Und da warer schliesslich auch... Richi.
27 Jahre alt und ca. 200 kg schwer mit langer roter Haarpracht behaengt tauchte er zwischen den Aesten der Baeume auf und bewegte sich auf die Fuetterungsplattform zu.
Hier liess er sich genuesslich nieder und machte sich ueber Bananen und Cocusnuesse her, die er mit ein paar flinken Hand- und Zahngriffen so eben mal oeffnete.
Ganz von Richi begeistert bemerkten wir erst gar nicht, wie sich mit etwas Abstand die junge Mutter mit ihrem 4 jaehrigem Nachwuchs naeherte. Schnell ein paar Bananen geklaut zog sie sich zusammen mit ihrem Baby auf einen seperaten Ast mit etwas Abstand zum Aeltesten zurueck.
Wir blieben bezaubert, von dem nur 2 m entferntem, wunderschoenem Orang Utan Richi und dem herumtollendem Baby, noch bis auch der letzte Speicherplatz unserer Kameras ausgekostet war, um dann gluecklich ueber die Erlebnisse der letzten 2 Tage nach Kuching zurueck zukehren.
Langhaeuser sind traditionelle Wohngemeinschaften, wobei bis zu 25 Familien unter einem Dach zusammen leben. Jede Familie verfuegt ueber private Raeume, das Alltagsleben und gemeinsame Abende werden jedoch zusammen vor den Wohnungen verbracht. Hier wird zusammen gefeiert, spielen die Kinder, wird diskutiert oder man haelt einfach bei Gelegenheit ein Schlaefchen.

Nach 5 h Anreise von Kuching mit Minibus und Boot erreichten wir schliesslich das von uns gewaehlte Longhouse.
Nachdem wir unsere Pferdebox aehnlichen Schlafplaetze bezogen haben ( man muss sich ein Hallen aehnliches Gebaeude vorstellen indem einfache Trennwaende den seitlichen Blickkontakt zum Nachbarbett verhindern. Nach vorne und oben ist jedoch alles offen) uns noch eine Tasse Tee zu uns genommen haben wurden wir von unserm Guide Paul in das Langhaus Leben eingefuehrt. Neben den privaten Raeumlichkeiten und dem Gemeinschaftsareal gibt es in jedem Longhouse auch einen Chief, der das sogenante Oberhaupt der Gemeinschaft repraesentiert.
Bereits durch seinen Sohn vertreten lernten wir den Chief des Longhouses kennen. Der 87-jaehrige hat bereits 3-Nachfolgergenerationen, die mit ihm zusammen im Longhouse leben.
Um auch den touristischen Teil der Tour nicht zu verpassen, nahmen wir zusammen mit ca. 20 weiteren Touristen an einer traditionellen Tanzvorfuehrung teil. ( wir weigerten uns allerdings als Einzige den Nashornvogel Tanz nachzuahmen;-))))
( es war schon genug Quall, die anderen Touristen dabei zu beobachten)
Als die meissten der anderen Touristen bereits wieder zurueck in ihre Unterkuenfte verschwanden, blieben Irmela und ich, als eine der Wenigen im Longhouse zurueck. Unser Glueck!Vom Chief wurden wir zur 1 jaehrigen Geburtstagszeremonie seines Urenkels eingeladen. Erfreut darueber folgten wir der Einladung in die Wohnung der Familie. Hier wurde bereits zu Ehren des Geburtstagskindes ein Gottesdienst abgehalten und zu unserer Verwunderung sangen sie Lieder, die auch in unseren Gottesdiensten regelmaessig gesungen werden. Hier natuerlich in malayischer Sprache.
Nachdem der Gottesdienst beendet, die Geschenke ueberreicht und die Torte angeschnitten war, wurde die Party in den, um einiges groesseren Raum, vor der Wohnung verlegt.
Frauen und Kinder verteilten das Essen und die Maenner gingen mit Reiswein und Reisschnaps ihre Runden. Zusammen mit unserem Guide Paul und den anderen Longhouse Mitgliedern sassen wir noch ein bisschen, bevor wir todmuede in unsere Boxen fielen....
Von Huehnergegacker bereits frueh aus dem Schlaf gerissen, bekammen wir nach dem Fruehstueck eine kurze und zum Glueck auch verletzungsfreie
Darbietung des Hahnenkampfs. Die hier noch weitverbreitete und beliebte Art des Zeitvertreibs bei der 2 Haehne, mit scharfen Klingen an den Krallen befestigt aufeinander los gelassen werden, ist in vielen andern Laendern wie z.B auch Indonesien/Bali zum Glueck bereits verboten. Hier in Borneo finden die Kaempfe jedoch noch immer statt.Vom Hahnenkampf ging es weiter zum Blowpipe schiessen, wo wir sogar nach ein paar Versuchen unsere erste Guave aus ca. 4 Meter Entfernung erlegten.
Noch eine kleine Wanderung durch den Dschungel und gelernt wie man Indianer Jons Fallen legt und schon befanden wir uns wieder auf dem Weg Richtung Kuching.
Bevor wir allerdings zurueck in die Katzenstadt fuhren machten wir noch einen Stop im Semenggoh Wildlife Center. Das Auswilderungszentrum ist Heim von ca. 22 Orang Utans und aehnlich wie im Sepilok Orang Utan Center kann man auch hier mit Glueck waehrend der Fuetterungszeiten die Waldbewohner aus der Naehe betrachten.
Als wir die Fuetterungsplattform erreichten, war neben den 100ten menschlichen Affengestalten leider nur ein Orang Utan in ca. 15 m Entfernung vor Ort. Dieser genoss jedoch die freie Auswahl an Bananen und Zuckerrohrstangen.
Von dem genuesslich essendem Orang Utan fasziniert, merkten wir gar nicht, wie die meissten der Touristen bereits wieder verschwanden. Wieder einmal ganz zu unserem Glueck. Von einem Park Angestellten bekammen wir den Hinweis, wir sollten zu einer anderen Fuetterungsstelle wechseln, da sich ein grosser O.U. und ein Muttertier mit Baby auf dem Weg dorthin befinden...
Noch wussten wir nicht wie er aussah, doch den Bauemen nach zu beurteilen, die sich wie im
Film Jurassic Park in der Szene als sich T-Rex aus dem Dschungel naehert, hin und her bewegten, musste sich um etwas grosses handeln. Und da warer schliesslich auch... Richi.
27 Jahre alt und ca. 200 kg schwer mit langer roter Haarpracht behaengt tauchte er zwischen den Aesten der Baeume auf und bewegte sich auf die Fuetterungsplattform zu.
Hier liess er sich genuesslich nieder und machte sich ueber Bananen und Cocusnuesse her, die er mit ein paar flinken Hand- und Zahngriffen so eben mal oeffnete.
Ganz von Richi begeistert bemerkten wir erst gar nicht, wie sich mit etwas Abstand die junge Mutter mit ihrem 4 jaehrigem Nachwuchs naeherte. Schnell ein paar Bananen geklaut zog sie sich zusammen mit ihrem Baby auf einen seperaten Ast mit etwas Abstand zum Aeltesten zurueck.
Wir blieben bezaubert, von dem nur 2 m entferntem, wunderschoenem Orang Utan Richi und dem herumtollendem Baby, noch bis auch der letzte Speicherplatz unserer Kameras ausgekostet war, um dann gluecklich ueber die Erlebnisse der letzten 2 Tage nach Kuching zurueck zukehren.

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