Irmela & Ich in Asien

Tuesday, May 30, 2006

Luang Prabang

Nach ca. fuenfstuendiger Bootsfahrt erreichten wir am spaeten Nachmittag die Stadt Luang Prabang, das Schmuckstueck des Landes. Seit 1995 steht die Stadt als Ganzes als eine der am besten in ihrer Urspruenglichkeit erhaltenen Staedte Asiens auf der UNESCO- Liste des kulturellen Welterbes.
Die kleine, fast unscheinbare Stadt liegt auf einer Art Halbinsel zwischen den zwei Fluessen Mekong und Nam Khan.
Zusammen mit den Anderen machten wir uns erstmal auf die Suche nach einem netten Guesthouse... fuendig wurden wir in einer kleinen, Vorstadt aehnlichen Strasse, gleich in der naehe des Stadtzentrums und natuerlich auch des Nachtmarktes, wo wir auch die naechsten Tage des oeffteren mal anzutreffen waren:-))
Vier Naechte verbrachten wir hier in der kleinen Stadt, die uns voll und ganz mit ihrem Flair verzauberte.
Waehrend wir bei Tageslicht mit dem Fahrrad die zum Teil im kolonial Stil erbaute Stadt erkundeten, die 328 Stufen zum hoechstgelegen Tempel auf dem Gipfel des Phou Si im Zentrum der Stadt hochkaempften oder unterhalb des Wasserfalls im Wasser planschten, verbrachten wir die Abende mit bummeln ueber den Nachtmarkt oder bei einem Beer Lao in einer der netten Traveller Bars.
Der Wasserfall Tat Kuang Si ist eine der meist gebuchtesten Trips, die man von Luang Prabang aus unternehmen kann. Erreichen kann man den ca. 29km entfernten Wasserfall mit einem Tuk Tuk und ca. 5min. Fussmarsch vom Parkplatz unterhalb des Wasserfalls. Selbst fuer die Einwohner der Stadt sind die kleinen, mit turkisfarbenen Wasser gefuellte Bassins beliebtes Ausflugsziel und so machten auch wir uns auf, um im kuehlen Nass zu baden....

Saturday, May 27, 2006

Gibbon Experience

Nachdem wir uns von Thailand erneut verabschiedet haben, fuehrte uns unser Weg mit dem Boot ueber den Mekong Fluss nach Laos.
Bereits im Voraus hatten wir von unserem Freund Adam, mit dem wir schon seit dem Inle See immer wieder zusammen reisen erfahren, dass man von Houay Say, der Grenzstadt von Laos, die Gibbon Experience unternehmen kann.
Die Gibbon Experience ist ein Projekt, welches zum Schutz des Bokeo Reservates gegruendet wurde. Der Gruender ist ein Franzose, doch Ziel ist es die Leitung eines Tages zurueck in laotische Haende zu geben. Bereits heute sind mehr als 16 laotische Guides in das Projekt involviert, sowie ca. 20 Forestranger die sich um das Wohl des Waldes kuemmern und gemeinsam gegen die immer noch vorhandenen Wilderer vorgehen....
Doch das eigentliche Highlight fuer die meissten ist, dass sich in diesem Reservat mittlerweile 4 Baumhaeuser befinden( das fuenfte wird gerade gebaut) in denen man sich fuer 3 Naechte einnisten kann und waehrend des Tages entlang von Drahtseilen den Dschungel erkunden kann.
Ich war natuerlich von Anfang an begeistert und es benoetigte nur noch viele, viele, viele ...Ueberredungskuenste bis sich Irmela, die zu Hoehen in etwa so steht wie ich zu Ratten, darauf eingelassen hat.
Ueber Email hatte ich uns Adam und George bereits schon mal angekuendigt, so mussten wir uns nur nochmal kurz im Buero melden, bevor am Morgen des naechsten Tages die Tour zum ca.3h entfernten Village starten konnte...
Zusammen mit 10 weiteren Personen quetschten wir uns wiedermal in einen Pick up, der uns ueber fragwuerdige Strassen zu unserem Ziel bringen sollte...nur leider waren die Strassen teilweise zu steil und wir mussten mehrere Trekking Einheiten einschieben, um unser Fahrer uns seinen Wagen zu entlasten.
Letztenendes erreichten wir jedoch doch noch unser Ziel, von wo aus ein weiteres ca. 1h langes Trekking, hindurch durch Bambusstangen Hoehlen, ueber kleine Fluesse, wo ich unteranderm unfreiwillig die Wasserqualitaet testete, immer nur fleissig Bergauf, auf uns wartete...
Verschwitzt und erschoepft kammen wir am Basislager oder auch Kueche an, wo auch gleich mal ein kleiner 4 monate alter Baer und ein Affe die ganze Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Doch nach kleinen Spieleinheiten hiess es wieder zurueck zum Ernst des Lebens und wir bekammen unseren Kletterguertel gereicht, mit denen wir spaeter an den Leinen haengen wuerden.
Mitlerweile allen etwas mulmig geworden mussten wir nochmal eine kleines Stueck den Berg hinauf, wo uns unser erstes Drahtseil erwartete, mit dem man zum Baumhaus gleiten kann..
Da sich in diesen Baumhaus auch unser Essen und die Betten befanden, gab es fuer niemanden ein Pardon und jeder musste sich das erstemal ins Ungewisse stuerzen...
Ueberwaeltigt von der ersten kurzen Line, war mir bereits hier bewusst, dass es die beste Entscheidung war, hierher zukommen.
Im Baumhaus erwartete uns Henna eine Schwedin, die uns nochmal genaue Instruktionen ueber das Verhalten im Dschungel und an den Seilen gab, und uns kurz in das Leben in unserem Baumhaus einwies.
Geschlafen wird unter riesigen Moskitonetzen auf 3 verschiedenen Ebenen des Baumhauses, das freiluft Badezimmer, welches zu unserem Glueck im Baumhaus 1 ueber fliessend Wasser verfuegte, befindet sich im unteren Teil des Baumhauses. Geduscht wird ueber einem Holzlattenrost, wo man durch 2qcm grosse Spalten 30m bis zum Boden sehen kann...
Die Toilette ist in etwa die gleiche, ein einfaches Toilettenloch mit freiem Fall zurueck zur Natur....
Aehnliches Verhalten zeigt man auch mit saemtlichen Essensresten, alles was nicht gegessen wird, befoerdert man mit einer schwungvollen Handbewegung ueber das Gelaender hinaus in den Dschungel, wo Baumhaus eigene Haengebauchschweine am Boden, fuer die Entsorgung sorgen.
Die einzelnen Seile ueber die man zu 3 weiteren Baumhauesern im Dschungel gelangen kann erstrecken sich von ca. 50m bis ueber 300m Laenge und bis zu 150m ueber dem Boden, mit einem ueberwaeltigendem Blick ueber den Dschungel und das Bokeo Reservat....
Dies waren eigentlich alle notwendigen Informationen die man ueber das Leben hier im Dschungel wissen muesste.
Jetzt hiess es zum Erstenmal zusammen mit unserem laotischen Guide die Leinen zu erkunden:-))))
Ein irrrrres Gefuehl, kann ich hier nur sagen und den Rest muessten euch die Bilder sagen....
Zurueck in unserem Baumhaus erwartete uns unser erstes Abendessen unter freiem Himmel. Reis und Gemuese wurde von unseren Koechinen ueber die Seile angeliefert, genauso wie die die naechsten Tage zum Fruehstueck, Mittagessen und Abendessen doch zum Glueck hatte Adam uns vorgewarnt und Irmela und Ich statteten uns bereits im Vorhinein mit verschiedenen lebensnotwendigen Nahrungsmitteln wie Chips, Schockolade und Keksen aus, somit befanden wir uns auf der sicheren Seite um die drei Tage im Dschungel zu ueberleben....:-)))
Da es natuerlich auch keinen Strom in der Mitte des Dschungels gibt, sassen wir den Rest des Abends gemeinsam mit zwei Kanadiarinnen und einer Hollaenderin bei Kerzenlicht zusammen und lauschten den fantastischen Geraeuschen im Dschungel, welche uns auch am naechsten Morgen bereits gegen 6 Uhr aus dem Schlaf rissen.
Den zweiten Tag verbrachten wir damit, zwischen den verschiedenen Mahlzeiten an den Seilen zu haengen und die wunderschoene Aussicht ueber den Bauemen zu geniessen, wobei ich unteranderem zweimal versehentlich mit meiner Stirn versucht habe waehrend meiner Fahrt am Seil zu bremsen und somit seit dem mit zwei roten Brandstreifen auf meiner Strin gestraft bin:-((((
Am spaeten Nachmittag machten wir uns nochmal auf, das dritte Baumhaus, welches ueber einen wuenderschoenen Blick ueber den Wald verfuegt zu besuchen.
Hier hiess es nochmal ca. 20min Trekking bevor uns ein ziemlich schnelles Seil zum Baumhaus befoerderte.
Um vor der Dunkelheit wieder zurueck in unserem Baumhaus zu sein machten wir, Irmela, George, Adam und Ich uns auf, den hauptsaechlich Bergauf fuehrenden Weg zurueck zu den grossen Lines hinter uns zu bringen. Hierbei spielte uns das Wetter jedoch einen Streich und wir kamen mitten in einen tropischen Regenguss. Der tonige, rote Boden verwandelte sich binnen Minuten in rutschige Schlammbahnen, was es uns nicht gerade erleichterte die Strecke zu bewaeltigen.
Unsicher darueber ob das Wetter in den naechsten 60Minuten besser werden wuerde, beschlossen wir uns waehrend des Regengusses an "die Seile" zu machen....
Ein total irres Gefuehl, durchnaesst von oben und unten an einem Seil 150m ueber dem Boden mit ca. 50km/h zu haengen und den Regen ins Gesicht gepeitscht zu bekommen, das war wirklich Abendteuer pur, auch wenn mich Irmela dafuer am liebsten umgebracht haette......;-)
Naja, leider neigte sich auch bald der zweite Tag dem Ende zu.
Am Morgen des dritten Tages warteten wir zwischen 6 und 7 Uhr vergeblich auf die Gesaenge der Gibbon Affen, die sich in diesem Reservat befinden. Also entschlossen wir nochmal jede Minute an den Seilen zu nutzen bevor wir uns um 9 Uhr zum Fruehstueck und anschliessender Abreise zurueck im Baumhaus trafen.
Aufgrund der Regenfaelle stellte sich der Weg bergab durchaus als Anstrengen heraus, dennoch sind wir bis auf einen kleinen Sturz und leichten Balanceuebungen ueber verschiedenen Bambusbruecken sicher im Dorf angelangt.
Gluecklicherweise fuhren wir diesesmal nur zu 6 in einem Auto und somit hiess es auch nur einmal ( allerdings nur fuer die Anderen, ich bin sitzen geblieben) raus aus dem Auto und kraeftig schieben, bevor es wieder 3 h zurueck nach Houay Say ging, wo sich vorallem Irmela riesig ueber ihr Pommes und ein Thunfisch-Sandwich freute.........

Thursday, May 18, 2006

Nightlife in Chiang Mai

Bevor wir uns wieder ins naechste Land verabschieden,
muss ich natuerlich noch ein bisschen ueber unser Dasein der letzen zwei Wochen berichten....
Nachdem wir uns ersteinmal ein paar Tage in den Internetcafes von Chiang Rai verschanzt hatten, um all die Berichte ueber Myanmar zu verfassen und uns nur zur Nahrungsaufnahme und zum Shoppen auf die Strasse getraut haben, verbrachten wir die letzte Woche in Chiang Mai, der groessten Stadt im Norden von Thailand....
Hier hiess es auch, nach all der Kultur in Burma eher relaxen... wir haben uns sogar nach zwei Naechten in ein neues Guesthouse einquartiert, welches mit Pool ausgestattet ist.
Zu unserem Pech hat das Wetter allerdings nur einen Tag fuer den Pool gehalten:-(( bevor es uns, durch zum Teil monsunartigen Regenschauern in Internetcafes oder Restaurants verschlagen hat, da die Strassen binnen weniger Minuten bis ueber den Knoechel mit Wasser gefuellt waren.... was uns natuerlich trotzdem nicht aufgehalten hat den Night-Market und den einmal woechentlich stattfindenden Sunday-Market zu besuchen:-)
Das Resultat unseres shopping-Exzess war ein 8,5 kg schweres Packet, welches wir vor zwei Tagen per Schiff auf die ca. 2-3 monatige Reise nach Deutschland geschickt haben.
Nicht abhalten konnte man Irmela und mich nach zwei Monaten Party Abstinenz, das Nachtleben in Chiang Mai zu erkunden. Zusammen mit Adam, mit dem wir bereits seit Myanmar immer wieder zusammen reisen und Science, die wir hier in Chiang Mai kennenlernten, besuchten wir neben local-Discos auch die, indenen sich hauptsaechlich Thaifrauen und westliche Maenner aufhalten.......(sehr interessant!!)
Sehr interessant war auch der Besuch im "Bubble", einer der angesagtesten Discos hier in Chiang Mai, wo wir nach nur wenigen Minuten feststellen mussten, dass wir die einzigen zwei westlichen Maedels waren:-) trotzdem liessen wir uns nicht abschrecken und feierten bis in die fruehen Morgenstunden durch und das nicht nur einmal;-)))))
Ganz dem Partyleben sind wir letztendlich dann doch nicht verfallen, um unser Touristikerherz nicht ganz zu entaeuschen sahen wir uns gestern eine der beruehmten Tra(ns)vesti-Shows an, die jedes Maennerherz schwach werden lassen und die Frauen vor Neid erzuernen.
Nach zwei Wochen "Tempelferien" machten wir uns heute noch auf den Weg zum Wat Doi Suthep, dem Wahrzeichen der Stadt, der natuerlich bei keinem Chiang Mai besuch fehlen darf...
Das Kloster liegt 16km nordwestlich vonChiang Mai auf einem 1080 m hohen Berg. Selbst die Fahrt in unserem Taxi stellte sich fuer meinen Magen als hoechst Anstrengend heraus, da die Strasse ueber steile Serpentinen ca. 30 min den Berg hinauf fuert.
Wie wir auch von unsere Freundin Science erfahren haben, muessen die "Freshmen" der Uni hier ihre erste Huerde ueberwinden und den kompleten Weg zum Kloster zu Fuss bewaeltigen...
Ich kann nur sagen, das alleine waere fuer mich ein Grund nicht zu studieren:-))))))

Monday, May 15, 2006

Adventure Day - Chiang Mai

Nach ueber einer Woche faulenzen, shoppen, schlafen und essen haben wir beschlossen unsere Koerper mal wieder in Schwung zu bringen... diesesmal hiess es allerdings nicht Tempeltreppen rauf und runter sondern mit Schwung auf den Nacken des Elefanten, mit kraeftigen Peddaletretten die Up- und Downhill Strecke auf dem Mountainbike bewaeltigen und mit Mumm und durchnaesst durch die Walzen des Mae Ping Rivers hindurch. Also im grossen und ganzen ein Tag genau nach meinem Geschmack. Yuuuuuhuuuuuu:-))))))))))
Los ging es morgens um acht als uns unser Guide am Hotel abhollte, noch schnell eine Oesterreicherin und eine Dame aus Taiwan aufgegabelt ging es in Richtung Norden.
Um den Tag entspannt anzugehen hiess es erstmal eine Stunde auf dem Ruecken des ( diesmal nicht Pferdes) Elefanten.....
Zu meinem grossen Erfreuen konnte ich den Platz mit dem Elefantenguide tauschen und direkt im Nacken des Elefanten sitzen. Durch Fluesse ueber Huegel an Lycheebaeumen vorbei, fuehrte uns unser Weg durch die Dschungellandschaft rund um das Elefantencamp, in dem mehr als 60Elefanten ihr Zuhause haben.
Schnell noch ein paar Bannanen und Zuckerrohrstangen am Elefantendrive-inn gekauft und unser groesser Freund frass mir aus der Hand.

Schweren Herzens von den lieben Dickhaeutern verabschiedet hiess unser naechster Programmpunkt - Mountainbiking.
Erfreut darueber meinen Hintern, selbst hier in Thailand auf ein Giant Fahrrad schwingen zu koennen, ging es zusammen mit unserem Guide Yod und meinem neuen kleinem Freund, einem kleinen weissen Mischling, der mich, an die mir fehlenden Fahrradtouren mit Lucy und Youkon errinnerte, entlang des Flusses hinauf zum spaeteren Ausgangspunkt unserer Raftingtour.
Zusammen mit Irmela und Brigitta warteten ich, meisst bereits nach einer kleinen Anhoehe, auf die nicht wirklich Mountainbike erfaherene Taiwanerin, bis sie schiebend oben angelangt war.
Durch mehrer Fotopausen zurueckliegend, brachte sie mich letztendlich auch noch fast zum Fall, als ich mit Tempo um eine Kurve kamm und sie in einer ca. 1,5m langen Pfuetze zum stehen kamm und ich mich nur noch mit einem Tritt in die Matschpfuetze vor einem Crash retten konnte.
Verdreckt und zum Teil erledigt erreichten wir, rechtzeitig zum Lunch, das Raftcamp wo wir uns noch mit Salat und Fruehlingsrollen staerkten, bevor es nach den ueblichen Einweissungen auf das, durch die starken Regenfaelle der Vortage, gut angestiegene Wasser des Flusses ging...
Verstaerkt von einem thailaendischen Paerchen und zwei Raftguides starteten wir bei leichtem niesel Regen und nicht sehr tropischen Temperaturen unsere Fahrt.....
Getaeuscht vom ersten, ruhigen Eindruck des Flusses ging es ueber Felsen und durch Stromschnellen hindurch durch die eine oder andere Walzen den Fluss hinunter.
Immer begleitet von einem ganzen Team von Akteuren, die die gefaehrlicheren Stellen mit Wurfsaecken und Erstatzpaddeln absicherten und fuer die entsprechenden Fotoaufnahmen sorgten.
Durch das viele Wasser, welches die Tour um einiges beschleunigte, erreichten wir berreits nach eineinhalb Stunden ca. 40min frueher als berechnet die letzten Stromschnellen bevor es danach noch einmal hiess "Hellicopter" und wir die letzten Meter, im leicht "dreckbraunem" Wasser, bis zum Ausstieg schwammen wo uns noch Tee und ein paar tropische Fruechte fuer die einstuendige Heimfahrt nach Chiang Mai staerkten.....

Tuesday, May 09, 2006

Good bye Myanmar - Welcome Thailand

Wer denkt es sei schwierig von Myanmar nach Thailand ueber Land einzureisen, dem kann ich heute vergewissern, es ist einfacher als noch vor ein paar Jahren, wie mein Onkel es machen wollte, ohne Pass nach Kroatien einzureisen.
So buchten wir also einen Flug von Mandalay nach Tachilek, da es nicht erlaubt ist dieses Gebiet per Landweg zu ueberqueren.
Nach nur 45min Flugzeit erreichten wir also die Grenzstadt Tachilek von wo aus man angeblich gegen ca. 20 - 30 Dollar, ueber eine Bruecke nach Thailand einreisen kann.
Noch ein paar billige CD's am Grenzmarkt ergattert, folgten wir also der Masse die sich in beiden Richtungen ueber die Bruecke bewegte. Gleich im zweiten Buero richtig gelandet, warteten wir einige Minuten, nachdem wir ein einfaches Formular mit unserer Adresse und Unterschrift versehrten, still sitzend gegenueber dem nicht sehr freundlich aussehendem Grenzbeamten, bis unsere Paesse vom Kopieren zurueck kammen. Ohne viele Worte ueberreichte dieser uns unsere Paesse und meinte wir koennten nun gehen. Still schweigend blickten wir uns mit fragenden Blicken gegenseitig an und verliessen das Immigrationsbuero..... Soll es das gewesen sein??????
Weiter ging unser Weg zur anderen Seite der Bruecke, wo die thailaendischen Behoerden auf uns warteten. Darauf wartend das wir hier unser Geld los wuerden, wurden wir auch hier nach ausfuellen der Arrival Card freundlich durchgewuken.
So standen wir nun mit unserm Gepaeck in Thailand, genau 20Cent leichter, die wir fuer die Kopien der Paesse benoetigten und sagten Good Bye Myanmar und Hello Thailand..........

Monday, May 08, 2006

Mandalay

Um 17.30 Uhr standen Adam, Michael, Irmela und ich mit all unserem Gut am rande einer Kreuzung und hofften darauf, dass es sich hier tatsaechlich um die besagte Bushaltestelle handelt, an der uns der Bus zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr aufgabeln soll....Noch schnell ein paar Leckereien und Gin in einem der anliegenden Shops ergattert und schon sassen wir, wenige Minuten spaeter, zu dritt ( Michael hatte anscheinend den naechsten Bus gebucht) in dem zu unserem Erfreuen, deutschen Verhaeltnissen entsprechenden Nachtbus nach Mandalay. Selbst fuer ausreichend Unterhaltungsstoff war gesorgt und so konnten wir uns einen Mix aus Matrix und Kill Bill auf burmesisch ansehen bevor wir versuchten ein paar Stunden auf dem Serpentinen gepraegten Weg nach Mandalay zu schlafen.
Erschlagen von dem bisschen Schlaf kammen wir morgens um 4.30Uhr am Busbahnhof in Mandalay an... zu schwach um zu handeln liesen wir uns auf eines der ersten Taxifahrerangebote ein, der uns zum Royal Guesthouse im Zentrum Mandalays brachte, wo wir uns erst mal wieder fuer ein paar Stunden ins Bett fallen liessen.
Den Tag wenigstens noch ein bisschen zu nuetzend machten wir uns gegen zehn auf, um den uns empfohlenen Rikschafahrer Mee yen Tay zu finden.
Nach nur kurzer Zeit ist uns dies auch gelungen und somit buchten wir ihn fuer einen Tagestrip durch Mandalay. Auf unseren Fahrradbeiwagensitzen machten wir uns schliesslich auf, um die 1 Mil. Einwohner Stadt zu erkunden.
Unser Fahrer radelte uns tapfer zu Handwerksfamilien, die mit uebeaus aufwendigen Methoden die duennen Goldblaettchen herstellen, welchen in den verschiedenen Pagode verkauft werden, um sie letztendlich wieder auf die Figuren zu kleben....
Den Herstellungsprozess muss man sich folgendermassen vorstellen:
ein muenzgrosses Goldblaettchen wird von Maennern ueber eine halbe Stunde lang mit einem Hammer bearbeitet, bevor dieses Blaettchen wieder in 6 kleine Blaettchen aufgeteilt wir und im Anschluss daran weitere 2 h mit dem Hammer bearbeitet wird. Nicht zu vergessen sind die ca. 35 Grad die sich in diesen Raeumen befinden, in denen die Maenner den ganzen Tag ueber arbeiten.... uns ist es alleine beim Zusehen schon zuheiss geworden.
Weiter ging es zu Stickereien, Marrionettenherstellern und Marmorbildhauern.
Doch wie immer durfte natuerlich auch die Kultur nicht zu kurz kommen und somit machten wir bei burmas bedeutendstem Buddha in der Mahamuni Pagode halt. Auch hier ist es Frauen (wiedereinmal)nicht gestattet naeher als 3 Meter an den Buddha heran zu kommen und somit muessen sich die Frauen damit zufrieden geben ihren Maennern beim bekleben des Buddhas zuzusehen....

Den Nachmittag verbrachten wir nach einer kleinen Staerkung in einem Strassenrestaurant mit dem Besuch eines hoelzernen Klosters, vorbei am groessten Buch der Welt mit 729 Marmortafeln zum Fusse des Mandalay Hill.
Ueberraschenderweise trafen wir hier auch wieder auf Adam, den wir am morgen schlafend in seinem Bett zurueck liessen und somit kaempften wir uns zu dritt die 1729 Stufen zum Gipfel des 236m hohen Berges hinauf.
Oben angelangt wurden wir mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang mit Blick ueber Mandalay belohnt, was mich auch fuer einen kurzen Moment das Brennen in meinen Waden und Oberschenkeln vergessen liess.
Begleitet von ca. 10 Moenchen im Alter von 17 bis 20 Jahren, die ihre englisch Kuenste an uns testen wollten, verliessen wir ca. 2h spaeter den Berg.
Ohne es bereits zu wissen hatten wir noch das Highlight des Tages vor uns....
Georg hatte uns im Vorhinein schon von einem Icecafe in der Naehe unseres Guesthouses berichtet, also fuehrte uns unser Weg, nach vegetarischen Nudeln und Reis, direkt zu diesem Cafe....wo wir das beste Erdbeerdesert in ganz Myanmar serviert bekammen und dies auch die naechsten Tage ein bis zwei mal taeglich aufs neue bestellten.........

Inle Lake - Venedig von Myanmar

Gewusst dass drei Wochen Myanmar ziemlich an den Kraeften zehren wird, hatten wir uns bereits im vorhinein dafuer entschieden mehrer Tage in den angenehmen Klimazonen des Inle Lakes zu verbringen. Zusammen mit Georg, der sich mit dem Fahrrad von Kalaw aus auf den Weg machte, entschieden wir uns fuer das gemuetliche Aquarius Inn Guesthouse in Nyaungshwe, noerdlich des Inle Lakes, wo wir auch gleich unseren zukuenftigen Mitreisenden Adam, aus Schweden, kennenlernten.
Da der Nachmittag von heftigen Regenschauern gepraegt war, genossen wir die Zeit, diesmal sogar mit meinem Flecepulli bekleidet, auf der Veranda mit lesen und unserem neu gelernten Kartenspiel, Shit Head.....

Fuer den naechsten Tag hatten wir uns eigentlich eine Tagestour ueber den See vorgenommen, was wir allerdings nicht miteinberechnet hatten, war ein Zyklon der sein Unwesen an der Kueste trieb und somit regen, regen, regen und nochmal regen im Landesinneren verbreitete.
Kurzerhand entschlossen wir die Kanutour auf einen der naechsten Tage zu verschieben und uns mit Regenschirm bewaffnet erst mal zum Markt durchzukaempfen.
Mit Karotten, Suessigkeiten und anderen Leckereien sassen wir letztendlich wieder bei einer gemuetlichen Tasse Tee auf unsere Terrasse und hofften, die naechsten Tage vielleicht etwas mehr Glueck mit dem Wetter zu haben.


Von unserem persoenlichen Wettermann, dem Besitzer des Aquarius Inn, erfuhren wir in den Abendstunden, dass es wahrscheinlich noch einen weitern Tag dauern wuerde, bevor sich die Sonne wieder durch die Wolken kaempfen wird, also planten wir kurzerhand um und machten am naechsten Tag einen Ausflug zum Pagodenwald nach Kakku.
Das Gebiet der Pa-O, ein zurueckhaltendes, friedliches Volk, in dem sich die 2500 Stupas befinden ist erst seit wenigen Jahren fuer Auslaender zugaenglich und kann selbst heute nur mit Begleitung eines Pa-O Guide besichtigt werden.
Ein Highlight auf diesem Trip waren allerdings nicht die 2500 Stupas, sondern eine Einfuehrungszeremonie junger Moenche, die wir auf unserem Weg beobachten konnten.
Dabei werden die Jungen als Prinzen verkleidet und die ganze Familie feiert dieses Ereignis mit lauter Musik und Gesang, da es fuer jede Familie eine Ehre ist, wenn sie ihre Soehne ins Kloster verabschieden koennen.
Auf unserem Heimweg machten wir in einem der kleinen Doerfer halt, indenen die Einwohner vorallem vom Verkauf der thanaphet-Blaetter leben, welche zur Herstellung der Zigarren verwendet werden und auch hier wurden wir wieder mit offenen Armen empfangen. Ein Weisser - Pho zeigte uns wie sie die Blaetter auf grossen Steinoefen trocknen und lud uns im Anschluss in sein Bambushaus, ( Kueche, Wohnraum und Schlafzimmer) zum Tee ein, waehrend er uns von seiner Familie erzaehlte.......

Lang ersehnt machten wir uns am folgenden Morgen, bei leichter Bewoelkung zusammen mit Adam und Georg zum Bootssteg auf. Ausgeruestet mit Regenjacken, Plastikfolien und Regenschirmen setzten wir uns hintereinander auf die Holzsthuehlchen des Einbaumkanus und fuehren ueber den Nankand Kanal hinaus auf den groessten See Obermyanmars....
Unser Ziel war der im Sueden des Sees stattfindende Markt, zu unserem Bedauern mussten wir allerdings feststellen, dass wir aufgrund der Preisdiskussionen mit den Bootsfahrern, etwas zu spaet waren, der Markt sich bereits dem Ende neigte und wir somit nur noch die Verladungskuenste der Burmesen beobachten konnten.
Weiter fuehrte uns unser Boot durch Doerfer, die komplet auf Holzpfaehlen erbaut sind, zu verschiedenen Handwerksfamilien, die Seidenartikel und Zigarren herstellen.

Nach einem leckeren Mittageessen auf einem Balkon ueber dem See ging es weiter zur Phaung Daw U Pagode. Bekannt ist diese Pagode, da sich hier fuenf Figuren befinden die dem Koenig im 12 Jh. aus Malaysia mitgebracht wurden. Die Bildnisse stellten einst Buddha und seine Juenger da, was man heute allerdings nicht mehr erkennen kann, da die Figuren ueber Jahre von glaeubigen Maennern ( Frauen ist es leider nicht gestattet) mit Goldplaettchen ueberklebt wuerden und man somit heute nur noch fuenf undefinierbare ovale Gebilde bewundern kann.......

Vorbei an "schwimmenden Gaerten" -dies ist eine Besonderheit des Sees, hierbei wird auf verflochtenem Unkraut Schlamm angehaeuft, die mit Stangen im Grund des max.3m tiefen Sees verankert werden, um schliesslich Tomaten, Blumenkohl und anderes Gemuese darauf anzubauen.
-durch die Kanaele an freudig winkenden und "Hello" rufenden Kindern, kammen wir an einem der bekanntesten und aeltesten Kloester des Sees, dem Nga Phe Kyaung an.
Neben seinen riesigen, rot bemalten und zur Haelfte mit goldenen Mustern verzierten Teakstaemmen, ist das Kloster vorallem wegen seinen dressierten Katzen bekannt und wird unteranderem auch "Monastery of the jumping cats" genannt.

Erfreut darueber, dass sich die Sonne endlich durch die Wolken kaempfen konnte, genossen wir die letzten wunderschoenen Eindruecke des Inle Lakes, vorbei an den bekannten Beinruderern -hiesige Fischer benuetzen diese Technik noch heute, um ihre Haende fuer die Netze frei zuhaben. Die Ruderer stehen auf einem Bein am Heck des Bootes, waehrend das andere Bein um as Paddel geschlungen ist und damit das Boot mit schraubenartigen Fussbewegungen vorwaerts bewegt wird-
fuehrte uns der Weg zurueck in den heimischen Hafen.



Begeistert von dem einzigartigen Flair, das der See auf uns ausgestrahlt hat, wollten wir auch den letzten Vormittag den wir in Nyaungshwe hatten nuetzen und auf dem Wasser verbringen.
In Zweier Kanus ging es diesmal, zusammen mit Adam und Christian, durch die Kanaele der Stadt, vorbei an Frauen die ihre Waesche wuschen, Kinder die badeten oder Maennern die Fische fingen, paddelte uns unser Fahrer 3h durch die schmalen Wasserstrassen. Hier konnte man das Leben entlang der Kanaele nochmal aus naechster Naehe bewundern und letzlich auch verstehen, warum man dem Inle See auch "Venedig von Myanmar" nennt.