Gibbon Experience
Nachdem wir uns von Thailand erneut verabschiedet haben, fuehrte uns unser Weg mit dem
Boot ueber den Mekong Fluss nach Laos.
Bereits im Voraus hatten wir von unserem Freund Adam, mit dem wir schon seit dem Inle See immer wieder zusammen reisen erfahren, dass man von Houay Say, der Grenzstadt von Laos, die Gibbon Experience unternehmen kann.
Die Gibbon Experience ist ein Projekt, welches zum Schutz des Bokeo Reservates gegruendet wurde. Der Gruender ist ein Franzose, doch Ziel ist es die Leitung eines Tages zurueck in laotische Haende zu geben. Bereits heute sind mehr als 16 laotische Guides in das Projekt involviert, sowie ca. 20 Forestranger die sich um das Wohl des Waldes kuemmern und gemeinsam gegen die immer noch vorhandenen Wilderer vorgehen....
Doch das eigentliche Highlight fuer die meissten ist, dass sich in diesem Reservat mittlerweile 4 Baumhaeuser befinden( das fuenfte wird gerade gebaut) in denen man si
ch fuer 3 Naechte einnisten kann und waehrend des Tages entlang von Drahtseilen den Dschungel erkunden kann.
Ich war natuerlich von Anfang an begeistert und es benoetigte nur noch viele, viele, viele ...Ueberredungskuenste bis sich Irmela, die zu Hoehen in etwa so steht wie ich zu Ratten, darauf eingelassen hat.
Ueber Email hatte ich uns Adam und George bereits schon mal angekuendigt, so mussten wir uns nur nochmal kurz im Buero melden, bevor am Morgen des naechsten Tages die Tour zum ca.3h entfernten Village starten konnte...
Zusammen mit 10 weiteren Personen quetschten wir uns
wiedermal in einen Pick up, der uns ueber fragwuerdige Strassen zu unserem Ziel bringen sollte...nur leider waren die Strassen teilweise zu steil und wir mussten mehrere Trekking Einheiten einschieben, um unser Fahrer uns seinen Wagen zu entlasten.
Letztenendes erreichten wir jedoch doch noch unser Ziel, von wo aus ein weiteres ca. 1h langes Trekking, hindurch durch Bambusstangen Hoehlen, ueber kleine Fluesse, wo ich unteranderm unfreiwillig die Wasserqualitaet testete, immer nur fleissig Bergauf, auf uns wartete...
Verschwitzt und erschoepft kammen wir am Basislager oder auch Kueche an, wo auch gleich mal ein kleiner 4 monate alter Baer und ein Affe die ganze Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Doch nach kleinen Spieleinheiten hiess es wieder zurueck zum Ernst des Lebens und wir bekammen unseren Kletterguertel gereicht, mit denen wir spaeter an den Leinen haengen wuerden.
Mitlerweile allen etwas mulmig geworden mussten wir nochmal eine kleines Stueck den Berg hinauf, wo uns unser erstes Drahtseil erwartete, mit dem man zum Baumhaus gleiten kann..
Da sich in diesen Baumhaus auch unser Essen und die Betten befanden, gab es fuer niemanden ein Pardon und jeder musste sich das erstemal ins Ungewisse stuerzen...
Ueberwaeltigt von der ersten kurzen Line, war mir bereits hier bewusst, dass es die beste Entscheidung war, hierher zukommen.
Im Baumhaus erwartete uns Henna eine Schwedin, die uns nochmal genaue Instruktionen ueber das Verhalten im Dschungel und an den Seilen gab, und uns kurz in das Leben in unserem
Baumhaus einwies.
Geschlafen wird unter riesigen Moskitonetzen auf 3 verschiedenen Ebenen des Baumhauses, das freiluft Badezimmer, welches zu unserem Glueck im Baumhaus 1 ueber fliessend Wasser verfuegte, befindet sich im unteren Teil des Baumhauses. Geduscht wird ueber einem Holzlattenrost, wo man durch 2qcm grosse Spalten 30m bis zum Boden sehen kann...
Die Toilette ist in etwa die gleiche, ein einfaches Toilettenloch mit freiem Fall zurueck zur Natur....
Aehnliches Verhalten zeigt man auch mit saemtlichen Essensresten, alles was nicht gegessen wird, befoerdert man mit einer schwungvollen Handbewegung ueber das Gelaender hinaus in den Dschungel, wo Baumhaus eigene Haengebauchschweine am Boden, fuer die Entsorgung sorgen.
Die einzelnen Seile ueber die man zu 3 weiteren Baumhauesern im Dschungel gelangen kann erstrecken sich von ca. 50m bis ueber 300m Laenge und bis zu 150m ueber dem Boden, mit einem ueberwaeltigendem Blick ueber den Dschungel und das Bokeo Reservat....
Dies waren eigentlich alle notwendigen Informationen die man ueber das
Leben hier im Dschungel wissen muesste.
Jetzt hiess es zum Erstenmal zusammen mit unserem laotischen Guide die Leinen zu erkunden:-))))
Ein irrrrres Gefuehl, kann ich hier nur sagen und den Rest muessten euch die Bilder sagen....
Zurueck in unserem Baumhaus erwartete uns unser erstes Abendessen unter freiem Himmel. Reis und Gemuese wurde von unseren Koechinen ueber die Seile angeliefert, genauso wie die die naechsten Tage zum Fruehstueck, Mittagessen und Abendessen doch zum Glueck hatte Adam uns vorgewarnt und Irmela und Ich statteten uns bereits im Vorhinein mit verschiedenen
lebensnotwendigen Nahrungsmitteln wie Chips, Schockolade und Keksen aus, somit befanden wir uns auf der sicheren Seite um die drei Tage im Dschungel zu ueberleben....:-)))
Da es natuerlich auch keinen Strom in der Mitte des Dschungels gibt, sassen wir den Rest des Abends gemeinsam mit zwei Kanadiarinnen und einer Hollaenderin bei Kerzenlicht zusammen und lauschten den fantastischen Geraeuschen im Dschungel, welche uns auch am naechsten Morgen bereits gegen 6 Uhr aus dem Schlaf rissen.
Den zweiten Tag verbrachten wir damit, zwischen den verschiedenen Mahlzeiten an den Seilen zu haengen und die wunderschoene Aussicht ueber den Bauemen zu geniessen, wobei ich unteranderem zweimal versehentlich mit meiner Stirn versucht habe waehrend meiner Fahrt am Seil zu bremsen und somit seit dem mit zwei roten Brandstreifen auf meiner Strin gestraft bin:-((((
Am spaeten Nachmittag machten wir uns nochmal auf, das dritte Baumhaus, welches ueber einen wuenderschoenen Blick ueber den Wald verfuegt zu besuchen.
Hier hiess es nochmal ca. 20min Trekking bevor uns ein ziemlich schnelles Seil zum Baumhaus befoerderte.
Um vor der Dunkelheit wieder zurueck in unserem Baumhaus zu sein machten wir, Irmela, George, Adam und Ich uns auf, den hauptsaechlich Bergauf fuehrenden Weg zurueck zu den grossen Lines hinter uns zu bringen. Hierbei spielte uns das Wetter jedoch einen Streich und wir kamen mitten in einen tropischen Regenguss. Der tonige, rote Boden verwandelte sich binnen Minuten in rutschige Schlammbahnen, was es uns nicht gerade erleichterte die Strecke zu
bewaeltigen.
Unsicher darueber ob das Wetter in den naechsten 60Minuten besser werden wuerde, beschlossen wir uns waehrend des Regengusses an "die Seile" zu machen....
Ein total irres Gefuehl, durchnaesst von oben und unten an einem Seil 150m ueber dem Boden mit ca. 50km/h zu haengen und den Regen ins Gesicht gepeitscht zu bekommen, das war wirklich Abendteuer pur, auch wenn mich Irmela dafuer am liebsten umgebracht haette......;-)
Naja, leider neigte sich auch bald der zweite Tag dem Ende zu.
Am Morgen des dritten Tages warteten wir zwischen 6 und 7 Uhr vergeblich auf die Gesaenge der Gibbon Affen, die sich in diesem Reservat befinden. Also entschlossen wir nochmal jede Minute an den Seilen zu nutzen bevor wir uns um 9 Uhr zum Fruehstueck und anschliessender Abreise zurueck im Baumhaus trafen.
Aufgrund der Regenfaelle stellte sich der Weg bergab durchaus als
Anstrengen heraus, dennoch sind wir bis auf einen kleinen Sturz und leichten Balanceuebungen ueber verschiedenen Bambusbruecken sicher im Dorf angelangt.
Gluecklicherweise fuhren wir diesesmal nur zu 6 in einem Auto und somit hiess es auch nur einmal ( allerdings nur fuer die Anderen, ich bin sitzen geblieben) raus aus dem Auto und kraeftig schieben, bevor es wieder 3 h zurueck nach Houay Say ging, wo sich vorallem Irmela riesig ueber ihr Pommes und ein Thunfisch-Sandwich freute.........
Boot ueber den Mekong Fluss nach Laos.Bereits im Voraus hatten wir von unserem Freund Adam, mit dem wir schon seit dem Inle See immer wieder zusammen reisen erfahren, dass man von Houay Say, der Grenzstadt von Laos, die Gibbon Experience unternehmen kann.
Die Gibbon Experience ist ein Projekt, welches zum Schutz des Bokeo Reservates gegruendet wurde. Der Gruender ist ein Franzose, doch Ziel ist es die Leitung eines Tages zurueck in laotische Haende zu geben. Bereits heute sind mehr als 16 laotische Guides in das Projekt involviert, sowie ca. 20 Forestranger die sich um das Wohl des Waldes kuemmern und gemeinsam gegen die immer noch vorhandenen Wilderer vorgehen....
Doch das eigentliche Highlight fuer die meissten ist, dass sich in diesem Reservat mittlerweile 4 Baumhaeuser befinden( das fuenfte wird gerade gebaut) in denen man si
ch fuer 3 Naechte einnisten kann und waehrend des Tages entlang von Drahtseilen den Dschungel erkunden kann.Ich war natuerlich von Anfang an begeistert und es benoetigte nur noch viele, viele, viele ...Ueberredungskuenste bis sich Irmela, die zu Hoehen in etwa so steht wie ich zu Ratten, darauf eingelassen hat.
Ueber Email hatte ich uns Adam und George bereits schon mal angekuendigt, so mussten wir uns nur nochmal kurz im Buero melden, bevor am Morgen des naechsten Tages die Tour zum ca.3h entfernten Village starten konnte...
Zusammen mit 10 weiteren Personen quetschten wir uns
wiedermal in einen Pick up, der uns ueber fragwuerdige Strassen zu unserem Ziel bringen sollte...nur leider waren die Strassen teilweise zu steil und wir mussten mehrere Trekking Einheiten einschieben, um unser Fahrer uns seinen Wagen zu entlasten.Letztenendes erreichten wir jedoch doch noch unser Ziel, von wo aus ein weiteres ca. 1h langes Trekking, hindurch durch Bambusstangen Hoehlen, ueber kleine Fluesse, wo ich unteranderm unfreiwillig die Wasserqualitaet testete, immer nur fleissig Bergauf, auf uns wartete...
Verschwitzt und erschoepft kammen wir am Basislager oder auch Kueche an, wo auch gleich mal ein kleiner 4 monate alter Baer und ein Affe die ganze Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Doch nach kleinen Spieleinheiten hiess es wieder zurueck zum Ernst des Lebens und wir bekammen unseren Kletterguertel gereicht, mit denen wir spaeter an den Leinen haengen wuerden.
Mitlerweile allen etwas mulmig geworden mussten wir nochmal eine kleines Stueck den Berg hinauf, wo uns unser erstes Drahtseil erwartete, mit dem man zum Baumhaus gleiten kann..
Da sich in diesen Baumhaus auch unser Essen und die Betten befanden, gab es fuer niemanden ein Pardon und jeder musste sich das erstemal ins Ungewisse stuerzen...
Ueberwaeltigt von der ersten kurzen Line, war mir bereits hier bewusst, dass es die beste Entscheidung war, hierher zukommen.
Im Baumhaus erwartete uns Henna eine Schwedin, die uns nochmal genaue Instruktionen ueber das Verhalten im Dschungel und an den Seilen gab, und uns kurz in das Leben in unserem
Baumhaus einwies.Geschlafen wird unter riesigen Moskitonetzen auf 3 verschiedenen Ebenen des Baumhauses, das freiluft Badezimmer, welches zu unserem Glueck im Baumhaus 1 ueber fliessend Wasser verfuegte, befindet sich im unteren Teil des Baumhauses. Geduscht wird ueber einem Holzlattenrost, wo man durch 2qcm grosse Spalten 30m bis zum Boden sehen kann...
Die Toilette ist in etwa die gleiche, ein einfaches Toilettenloch mit freiem Fall zurueck zur Natur....
Aehnliches Verhalten zeigt man auch mit saemtlichen Essensresten, alles was nicht gegessen wird, befoerdert man mit einer schwungvollen Handbewegung ueber das Gelaender hinaus in den Dschungel, wo Baumhaus eigene Haengebauchschweine am Boden, fuer die Entsorgung sorgen.
Die einzelnen Seile ueber die man zu 3 weiteren Baumhauesern im Dschungel gelangen kann erstrecken sich von ca. 50m bis ueber 300m Laenge und bis zu 150m ueber dem Boden, mit einem ueberwaeltigendem Blick ueber den Dschungel und das Bokeo Reservat....
Dies waren eigentlich alle notwendigen Informationen die man ueber das
Leben hier im Dschungel wissen muesste.Jetzt hiess es zum Erstenmal zusammen mit unserem laotischen Guide die Leinen zu erkunden:-))))
Ein irrrrres Gefuehl, kann ich hier nur sagen und den Rest muessten euch die Bilder sagen....
Zurueck in unserem Baumhaus erwartete uns unser erstes Abendessen unter freiem Himmel. Reis und Gemuese wurde von unseren Koechinen ueber die Seile angeliefert, genauso wie die die naechsten Tage zum Fruehstueck, Mittagessen und Abendessen doch zum Glueck hatte Adam uns vorgewarnt und Irmela und Ich statteten uns bereits im Vorhinein mit verschiedenen
lebensnotwendigen Nahrungsmitteln wie Chips, Schockolade und Keksen aus, somit befanden wir uns auf der sicheren Seite um die drei Tage im Dschungel zu ueberleben....:-)))Da es natuerlich auch keinen Strom in der Mitte des Dschungels gibt, sassen wir den Rest des Abends gemeinsam mit zwei Kanadiarinnen und einer Hollaenderin bei Kerzenlicht zusammen und lauschten den fantastischen Geraeuschen im Dschungel, welche uns auch am naechsten Morgen bereits gegen 6 Uhr aus dem Schlaf rissen.
Den zweiten Tag verbrachten wir damit, zwischen den verschiedenen Mahlzeiten an den Seilen zu haengen und die wunderschoene Aussicht ueber den Bauemen zu geniessen, wobei ich unteranderem zweimal versehentlich mit meiner Stirn versucht habe waehrend meiner Fahrt am Seil zu bremsen und somit seit dem mit zwei roten Brandstreifen auf meiner Strin gestraft bin:-((((
Am spaeten Nachmittag machten wir uns nochmal auf, das dritte Baumhaus, welches ueber einen wuenderschoenen Blick ueber den Wald verfuegt zu besuchen.Hier hiess es nochmal ca. 20min Trekking bevor uns ein ziemlich schnelles Seil zum Baumhaus befoerderte.
Um vor der Dunkelheit wieder zurueck in unserem Baumhaus zu sein machten wir, Irmela, George, Adam und Ich uns auf, den hauptsaechlich Bergauf fuehrenden Weg zurueck zu den grossen Lines hinter uns zu bringen. Hierbei spielte uns das Wetter jedoch einen Streich und wir kamen mitten in einen tropischen Regenguss. Der tonige, rote Boden verwandelte sich binnen Minuten in rutschige Schlammbahnen, was es uns nicht gerade erleichterte die Strecke zu
bewaeltigen.Unsicher darueber ob das Wetter in den naechsten 60Minuten besser werden wuerde, beschlossen wir uns waehrend des Regengusses an "die Seile" zu machen....
Ein total irres Gefuehl, durchnaesst von oben und unten an einem Seil 150m ueber dem Boden mit ca. 50km/h zu haengen und den Regen ins Gesicht gepeitscht zu bekommen, das war wirklich Abendteuer pur, auch wenn mich Irmela dafuer am liebsten umgebracht haette......;-)
Naja, leider neigte sich auch bald der zweite Tag dem Ende zu.
Am Morgen des dritten Tages warteten wir zwischen 6 und 7 Uhr vergeblich auf die Gesaenge der Gibbon Affen, die sich in diesem Reservat befinden. Also entschlossen wir nochmal jede Minute an den Seilen zu nutzen bevor wir uns um 9 Uhr zum Fruehstueck und anschliessender Abreise zurueck im Baumhaus trafen.
Aufgrund der Regenfaelle stellte sich der Weg bergab durchaus als
Anstrengen heraus, dennoch sind wir bis auf einen kleinen Sturz und leichten Balanceuebungen ueber verschiedenen Bambusbruecken sicher im Dorf angelangt.Gluecklicherweise fuhren wir diesesmal nur zu 6 in einem Auto und somit hiess es auch nur einmal ( allerdings nur fuer die Anderen, ich bin sitzen geblieben) raus aus dem Auto und kraeftig schieben, bevor es wieder 3 h zurueck nach Houay Say ging, wo sich vorallem Irmela riesig ueber ihr Pommes und ein Thunfisch-Sandwich freute.........

1 Comments:
Das kann ich mir nur zu genau vorstellen. Du hast Spass ohne Ende, verbringst den ganzen Tag an irgendwelchen Seilen und Irmela ist es egal, ob es regnet oder nicht, da sie ohnehin schweissgebadet versucht Dir zu folgen :-) Sollte ich mal das Vergnuegen haben nach Laos zu kommen, werde ich sicher auch dorthin gehen. Weiterhien viel Spass. Peter
By
Anonymous, at 7:07 AM
Post a Comment
<< Home