Mandalay
Um 17.30 Uhr standen Adam, Michael, Irmela und ich mit all unserem Gut am rande einer Kreuzung und hofften darauf, dass es sich hier tatsaechlich um die besagte Bushaltestelle handelt, an der uns der Bus zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr aufgabeln soll....Noch schnell ein paar Leckereien und Gin in
einem der anliegenden Shops ergattert und schon sassen wir, wenige Minuten spaeter, zu dritt ( Michael hatte anscheinend den naechsten Bus gebucht) in dem zu unserem Erfreuen, deutschen Verhaeltnissen entsprechenden Nachtbus nach Mandalay. Selbst fuer ausreichend Unterhaltungsstoff war gesorgt und so konnten wir uns einen Mix aus Matrix und Kill Bill auf burmesisch ansehen bevor wir versuchten ein paar Stunden auf dem Serpentinen gepraegten Weg nach Mandalay zu schlafen.Erschlagen von dem bisschen Schlaf kammen wir morgens um 4.30Uhr am
Busbahnhof in Mandalay an... zu schwach um zu handeln liesen wir uns auf eines der ersten Taxifahrerangebote ein, der uns zum Royal Guesthouse im Zentrum Mandalays brachte, wo wir uns erst mal wieder fuer ein paar Stunden ins Bett fallen liessen.Den Tag wenigstens noch ein bisschen zu nuetzend machten wir uns gegen zehn auf, um den uns empfohlenen Rikschafahrer Mee yen Tay zu finden.
Nach nur k
urzer Zeit ist uns dies auch gelungen und somit buchten wir ihn fuer einen Tagestrip durch Mandalay. Auf unseren Fahrradbeiwagensitzen machten wir uns schliesslich auf, um die 1 Mil. Einwohner Stadt zu erkunden.Unser Fahrer radelte uns tapfer zu Handwerksfamilien, die mit uebeaus aufwendigen Methoden die duennen Goldblaettchen herstellen, welchen in den verschiedenen Pagode verkauft
werden, um sie letztendlich wieder auf die Figuren zu kleben....Den Herstellungsprozess muss man sich folgendermassen vorstellen:
ein muenzgrosses Goldblaettchen wird von Maennern ueber eine halbe Stunde lang mit einem Hammer bearbeitet, bevor dieses Blaettchen wieder in 6
kleine Blaettchen aufgeteilt wir und im Anschluss daran weitere 2 h mit dem Hammer bearbeitet wird. Nicht zu vergessen sind die ca. 35 Grad die sich in diesen Raeumen befinden, in denen die Maenner den ganzen Tag ueber arbeiten.... uns ist es alleine beim Zusehen schon zuheiss geworden.Weiter ging es zu Stickereien, Marrionettenherstellern und Marmorbildhauern.
Doch wie immer durfte natuerlich auch die Kultur nicht zu kurz kommen und somit machten wir bei burmas bedeutendstem Buddha in der Mahamuni Pagode halt. Auch hier ist es Frauen (wiedereinmal)nicht gestattet naeher als 3 Meter an den Buddha heran zu kommen und somit muessen sich die Frauen damit zufrieden geben ihren Maennern beim bekleben des Buddhas zuzusehen....
Den Nachmittag verbrachten wir nach einer kleinen Staerkung in einem
Strassenrestaurant mit dem Besuch eines hoelzernen Klosters, vorbei am groessten Buch der Welt mit 729 Marmortafeln zum Fusse des Mandalay Hill.Ueberraschenderweise trafen wir hier auch wieder auf Adam, den wir am morgen schlafend in seinem Bett
zurueck liessen und somit kaempften wir uns zu dritt die 1729 Stufen zum Gipfel des 236m hohen Berges hinauf.Oben angelangt wurden wir mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang mit Blick ueber Mandalay belohnt, was mich auch fuer einen kurzen Moment das Brennen in meinen Waden und Oberschenkeln vergessen liess.
Begleitet von ca. 10 Moenchen im Alter von 17 bis 20 Jahren, die ihre englisch Kuenste an uns testen wollten, verliessen wir ca. 2h spaeter den Berg.
Ohne es bereits zu wissen hatten wir noch das Highlight des Tages vor uns....

Georg hatte uns im Vorhinein schon von einem Icecafe in der Naehe unseres Guesthouses berichtet, also fuehrte uns unser Weg, nach vegetarischen Nudeln und Reis, direkt zu diesem Cafe....wo wir das beste Erdbeerdesert in ganz Myanmar serviert bekammen und dies auch die naechsten Tage ein bis zwei mal taeglich aufs neue bestellten.........

0 Comments:
Post a Comment
<< Home